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Die Komplexität des Politischen (Sa, 18 Nov 2017)
Truth-Bewegung von Herbert Ammon Erster Teil I Um mit all den Widrigkeiten des Lebens zurechtzukommen, bedienen sich die Menschen des psychologischen Mechanismus der Komplexitätsreduktion. Was für die Psychologie gilt, trifft auf andere Weise auf die Welt der Politik zu. In der simpelsten Form begegnet uns das Muster zur Erklärung schwieriger Kausalitäten oder komplexer Problemlagen in Gestalt von Verschwörungstheorien. Als bekanntes historisches Beispiel gilt die von Parteigängern der französischen Konterrevolution zur Erklärung der Revolution bemühte freimaurerische Verschwörung, die wiederum von einigen Adepten bis in die Gegenwart auf die Illuminaten von Ingolstadt, den von dem Kirchenrechtler und Aufklärer Adam Weishaupt (geb. 1748 in Ingolstadt, gest. 1830 als Hofrat in Gotha) anno 1776 gegründeten Geheimbund zurückgeführt wird. Weiterlesen ...
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Vom 2. Mai zum 9. November 1989 (Do, 09 Nov 2017)
DDR_besucher in Westberlin 1989 von Gunter Weißgerber Wie ich den Prozess hin zur Maueröffnung erlebte Am 21. Januar 1989 verzichteten die ungarischen Kommunisten auf die Führungsrolle ihrer Partei. Am 28. Januar bezeichnete Imre Pozsgay den Aufstand von 1956 als Volksaufstand und am 11. Februar beschlossen die ungarischen Kommunisten die Einführung eines Mehrparteiensystems. Am 3. März unterrichtete Miklós Németh Michail Gorbatschow in Moskau über diese Reformen und teilte ihm endgültig mit, dass Ungarn den Eisernen Vorhang zu Österreich und Jugoslawien abbauen werde. Gorbatschow akzeptierte und ließ damit etwas zu, was Breschnew 21 Jahre vorher mit Panzern niederwalzte. Weiterlesen ...
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Gründung der Leipziger SDP am 7. November 1989 (Di, 07 Nov 2017)
 Mauer nahe reichstag 1989 von Gunter Weißgerber Meine Erinnerungen daran Am 8. Oktober schrieb ich mich in der Michaelis-Kirche am Nordplatz in Leipzig bei Michael Arnold 1989 innerhalb der dortigen Vorstellungsveranstaltung des »Neuen Forums« (NF) ein. Die Stimmung dieser Zusammenkunft war geprägt von den Auseinandersetzungen des Vortages in Ostberlin, Dresden und Leipzig, niemand ahnte den kommenden friedlichen Ausgang der Leipziger Montagsdemonstration des nächsten Tages, dem 9. Oktober 1989. Weiterlesen ...
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Die SPD und der Radwechsel (Fr, 03 Nov 2017)
Wolf Vostell: Ruhender Verkehr (Köln 1969) von Ulrich Schödlbauer Wer, die Geschichte der Weimarer Republik im Hinterkopf, die heutige Parteienlandschaft, vor allem jedoch die Sitzverteilung im Deutschen Bundestag nach der Wahl vom 24. September 2017 betrachtet, kommt um den bitteren Ausdruck ›Systemparteien‹ nicht herum. Als Parteien des Systems, häufig als ›liberale Ordnung‹ oder ›demokratische Ordnung‹ dieses Landes tituliert, stellen sich im gegenwärtigen Parteienspektrum die vier Parteien der ›alten Bundesrepublik‹ dar, die nach wie vor die Geschicke des Landes bestimmen: CDU/CSU, SPD, Freie Demokraten und Die Grünen. Folgt man ihrer aktuellen Selbstbeschreibung, dann stehen sie seit dem Sommer 2015 in einem heroischen Abwehrkampf ›gegen rechts‹, also gegen die einzige bislang erfolgreiche Neugründung einer Partei auf dem Boden der neuen, um die Länder der ehemaligen DDR erweiterten Bundesrepublik, die AfD. Weiterlesen ...
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Denk ich an Deutschland in der Nacht….Reflexionen nach der Bundestagswahl (Do, 26 Okt 2017)
von Lutz Götze Wer über die Bundestagswahl 2017 enttäuscht oder gar entsetzt war – zumal wegen des Abschneidens der ›Alternative für Deutschland‹ -, hat die Zeichen der Zeit nicht verstanden, die seit längerem deutlich erkennbar waren. Deutschland ist nach rechts gerückt, ist mithin, zynisch gesprochen, seinen europäischen Nachbarn ähnlicher geworden. Weiterlesen ...
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Demokratischer Traum (Mo, 23 Okt 2017)
Demokratischer Traum von Ulrich Siebgeber 1 Das Land hat gewählt. Das Land hat keine Regierung. Die Regierung wurde abgewählt. Die Regierung regiert weiter. Die Regierung regiert. 2 Ein Land hat gewählt. Es hat keine neue Regierung gewählt sondern den Ausdruck des Missfallens über alle die es schon länger regieren. 3 Die Regierenden fragen sich wie sie nicht weiterregieren sollen wo doch die Wähler den Stimmzettel in der Hand, es nicht über sich brachten sie am Weiterregieren zu hindern. Weiterlesen ...
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Weltoffen und prinzipienfest (Mi, 18 Okt 2017)
Migrantasplakat Interview mit Richard Schröder Globkult: Die von Ihnen zusammen mit Eva Quistorp und Gunter Weißgerber verfassten Zehn Thesen für ein weltoffenes Deutschland enthalten eine Reihe handfester Vorschläge zur Flüchtlings- und Einwanderungspolitik der Bundesrepublik. Zielen Sie damit auf die Arbeit der kommenden Regierung oder der künftigen Opposition? Richard Schröder: Wir zielen auf die öffentliche Meinungsbildung. Weiterlesen ...
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Zehn Thesen für ein weltoffenes Deutschland (Mi, 18 Okt 2017)
Einheitsflagge Reichstag von Richard Schröder, Eva Quistorp und Gunter Weißgerber 1. Da der Migrationsdruck auf Europa vor allem durch den Geburtenüberschuss in Nahost, Mittelost und Afrika bedingt ist, wird er auf absehbare Zeit nicht abnehmen. Wenn wir Erfolge in der Bekämpfung des Hungers in Afrika erlangen, wird er sogar zunehmen, weil dann mehr Menschen sich die Reise nach Europa leisten können. Hochrechnungen aufgrund von Befragungen haben ergeben, dass ca. 500 Millionen aus diesen Gegenden nach Europa kommen möchten, wenn sie könnten. Daraus ergibt sich zwingend, dass Europa die Immigration regulieren muss. Wir können nicht alle aufnehmen, die zu uns kommen wollen. Zudem verbreiten Schlepper illusionäre Erwartungen, die Enttäuschungen und Aggressionen vorprogrammieren. Weiterlesen ...
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Rechtsradikale Wähler? Einen Moment hinhören, bitte (Mo, 16 Okt 2017)
Ungleichheit Einkommen Brief an den Herausgeber von Walther Grunwald 60 Prozent der AfD-Wähler gaben laut Infratest an, dass sie die AfD nicht wegen der nazistischen, rechtsradikalen, antisemitischen Äußerungen verschiedener hoher AfD Funktionäre gewählt hätten. Sie hätten AfD gewählt aus ›Enttäuschung‹ über das Verhalten ›der Anderen.‹ Sie haben nicht der Wahl den Rücken gekehrt. Das kann nur heißen, dass sie andere Parteien wählen würden, wenn die ihre Probleme durch konkrete Schritte und Angebote verbesserten, statt seit mindestens drei Jahren hohle Phrasen zu servieren. Darüber hinaus bedürfte es einer genaueren Analyse, um zu erfahren wie viele von den 40 Prozent, die nicht von der CDU, SPD, den Grünen enttäuscht waren, aber trotzdem die AfD wählten, dies aus völkischer, nationalistischer, fremdenfeindlicher Überzeugung taten. Die nach mehrheitlichem gesellschaftlichem Konsens widerwärtigen Äußerungen von AfD-Funktionsträgern darf niemand als bloß Dahergeredetes abtun. Das geschah schon einmal. Als es geschah, haben es zu wenige ernst genommen. Weiterlesen ...
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