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Wege aus der Dunkelflaute (Di, 07 Aug 2018)
von Ulrich Siebgeber Schnaps ist Schnaps und Politik ist Politik. Das Wort ›Klimaskeptiker‹ ist Politik, das Wort ›Klimaleugner‹ desgleichen. Soweit ist nichts gegen sie einzuwenden. Politik muss unterhaltsam sein, sonst verläuft sich die Kundschaft. Fragt man einen Klimaskeptiker, wogegen seine Skepsis sich denn nun richte, dann antwortet er in der Regel: gegen die Annahme, der Klimawandel sei menschengemacht. Fragt man ihn... Weiterlesen ...
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Ein Leben ohne Ferdinand Lassalle und Mark Twain ist für die SPD möglich, aber sinnlos (Di, 07 Aug 2018)
von Gunter Weißgerber Die SPD will sich erneuern, was immer das bei 450 000 Mitgliedern bedeuten mag. Einen Austausch durch neue Mitglieder wird es jedenfalls nicht geben können. Der Personen- und Ideenpool wird bleiben und mit ihm der bekannte Wettstreit um innerparteilich mehrheitsfähige Grundlinien. Ob dann diese innerparteilich erneut herauszukristallisierenden Politikansätze außerparteilich – beim undankbaren Wahlvolk – ankommen und vor allem dort begrüßt werden, das weiß niemand wirklich. Weiterlesen ...
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Die Regenmacher (So, 05 Aug 2018)
von Ulrich Siebgeber Es lag mir fern, der Sensibilität meiner Mitmenschen in Sachen Klimawandel zu nahe zu treten, so wie es mir ganz allgemein schwerfällt, Menschen nahezutreten, vor allem zu nahe zu treten, zum Beispiel um ihren Mundgeruch nicht zu verpassen. Dem Klimawandel kann man nicht nahetreten, darin liegt bereits das Problem. Weiterlesen ...
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Sommerstroh, gedroschen, geschüttelt und – leicht – gerührt (Sa, 04 Aug 2018)
von Ulrich Siebgeber Ein Deutscher, der im Jahre 1968 das Licht der Welt erblickt hätte und damit auf ein halbes Jahrhundert zurückblicken könnte, wäre in seinem ersten Lebensjahrzehnt, angenommen, er hätte das Land nicht verlassen, mit einer durchschnittlichen Jahresdurchschnittstemperatur von 8,0 Grad Celsius konfrontiert gewesen. Dieses erste Jahrzehnt hätte sein Temperaturempfinden auf lange Zeit, vermutlich lebenslänglich, geprägt: 8 Grad, das ist Deutschland, so fühlt es sich an... Weiterlesen ...
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Rassismus. Wortwechsel aus der beschädigten Welt (Mo, 30 Jul 2018)
Von Ulrich Siebgeber Sehr geehrter Herr ***, wir sind nun bereits so lange Facebook-Freunde ( hin und wieder lese ich Ihre teils traurigen, teils spöttischen Einträge), dass ich Sie gerne ein paar Dinge fragen möchte. Haben Sie einmal in einem anderen europäischen oder nichteuropäischen Land gelebt? Können Sie Vergleiche zu anderen Ländern ziehen, wenn Sie sich über Ihre deutsche Lebensumgebung mokieren? Weiterlesen ...
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Deutsche Krassologie. Gegenöffentlichkeit als Mythos (Fr, 27 Jul 2018)
von Ulrich Schödlbauer Regierungen, die nicht rechtzeitig abgewählt werden, nähren sich vom Zerfall. Der Bürgerblick wendet sich von ihnen ab und einer ungewissen Zukunft zu: Was ist dort zu sehen? ›Nichts‹, verkünden die Klugen, Spötter und Resignierte in einem, ›Umbrüche‹, große Umbrüche die Vorsichtigen, die kühn sein wollen und das Unvermeidliche als überlebensgroßen Schatten an der Wand buchstabieren. Der große Rest wartet ab und vertreibt sich die Zeit damit, vor ›sich abzeichnenden‹ Tendenzen zu warnen, der Tendenz zur wachsenden Demokratiefeindlichkeit etwa – ein Dauerbrenner des politischen Geschäfts. Weiterlesen ...
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In der Zeit-Schleife (Mi, 25 Jul 2018)
von Ulrich Siebgeber Manchmal wundert sich eine gut trainierte Gesundheit ... dann doch über den Verstand des Publikums, dem zur Rechthaberei seiner schreibenden Lieblinge, außer dem üblichen Geschimpfe, selten etwas einfällt, das sich über den Abgrund zwischen Landes- und Menschheitsverrat hinwegschwingt: drunter machen es die guten Deutschen nun einmal nicht, sie haben es einstudiert, als sie noch zwischen Mauer und Stacheldraht ihrer Klein- und Möchtegernstaaten dahinschmorten, und wollen es auch im respektablen Miteinander ihres gegenwärtigen Staatswesens nicht missen. Weiterlesen ...
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Alles Geschichte. Die Historische Kommission der SPD kann gehen (Di, 24 Jul 2018)
von Gunter Weißgerber Für die SPD begann alles am 1. März 1863. Ferdinand Lassalle formulierte sein 37-seitiges »Offnes Antwortschreiben« an die Leipziger Arbeiter. Die waren begeistert und nahmen den Text am 23. Mai 1863 als Gründungsurkunde des »ADAV« an. Die Sozialdemokratie als Arbeiterpartei war damit geboren: »Die Arbeiter müssen sich, so Lassalle, zu einer eigenen Partei zusammenschließen, ihre Interessen bündeln und so genannte Assoziationen (Produktivassoziationen oder »Genossenschaften«) bilden, um ihre ›legitimen Interessen befriedigen zu können‹«. Weiterlesen ...
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Die Nation, dein Feind (Mo, 09 Jul 2018)
von Ulrich Siebgeber Die affektierten Nutznießer des Nationalstaats erkennt man daran, dass sie ihn ›irgendwie‹ hinter sich haben – nicht etwa, weil sie sich zu eingefleischten Individualisten erzogen hätten, die zu allem ›Gemeinen‹ ein ironisches Verhältnis pflegen, sondern aus – man darf es so sagen – purem Gemeinsinn: sie sind eingefleischte Europäer. Genau gesagt, handelt es sich um Neu-Europäer, die jenen Europäern, die als Schweden, Griechen, Spanier, Kroaten, Polen, Ungarn, Franzosen oder Engländer diesen Kontinent geformt haben... Weiterlesen ...
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Die nächsten Schritte in der Zuwanderer-Frage (Sa, 07 Jul 2018)
Ob das Duell Merkel:Seehofer nun beendet oder nur vertagt ist, und wer es (vorläufig?) gewonnen hat, ist ebenso oft kommentiert worden wie die Frage, ob der erzielte Kompromiss in der Migrations-Frage nun effektiv werden kann. Warten wir’s ab! Weiterlesen ...
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Trump, Anti-Trump und keine Analyse (Sa, 16 Jun 2018)
von Karl-Heinz Klär ... haltet Ihr die außenpolitische Berichterstattung dieser Tage in den großen deutschen Medien noch aus? Ich nicht mehr. Ich frage mich nur noch: Genügt es jetzt als Qualifikationsnachweis, den US-Präsidenten für einen Vollidioten zu halten, um das Publikum in immer neuen und doch immer gleichen Artikeln und Videos hinter die Fichte führen zu dürfen? Weiterlesen ...
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Optimismus als Prophylaktikum gegen politisches Unwohlsein (Di, 05 Jun 2018)
von Herbert Ammon Optimismus ist gut für Körper und Seele – ein Rezept, das mancher Arzt auch dann noch verordnet, wenn er weiß, dass derlei dem Patienten nicht mehr lange helfen wird. Um das Wohlbefinden des Körpers der ›gelebten Demokratie‹ kümmern sich hierzulande von Selbstzweifeln freie Politiker. Entsprechend engagieren sie Demoskopen und ähnliche Wissenschaftler, die Stimmungslagen im Volke – im Staatsvolk – zu erkunden. Wenn das Volk zufrieden und fröhlich in die Zukunft blickt, geht’s ihm und der classe politica gut. Wenn dem Volke unwohl ist, droht die Gefahr des Populismus. Und Populismus ist Gift für die gelebte Demokratie. Weiterlesen ...
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Verlust der Rechtsnorm. Ein Brief aus dem BAMF (Mi, 30 Mai 2018)
»Organisierte Kriminalität« nannte, laut Bild vom 17.05.2018, der ehemalige Bezirksbürgermeister von Neukölln, Heinz Buschkowsky, was inzwischen an Machenschaften aus dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) an die Öffentlichkeit dringt, nachdem die Justiz tätig wurde und die Forderung nach einem Untersuchungsausschuss des Deutschen Bundestages die Parteigrenzen von FDP und AfD überschritten hat. Globkult bringt die in den Medien inzwischen mehrfach zitierte Sondermitteilung des Gesamtpersonalrates zu den Vorgängen in Bremen und der Arbeit der Kolleginnen und Kollegen im Asylbereich vom 28.05.2018 im Wortlaut. – Die Redaktion Weiterlesen ...
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Wenn’s der Rechtsauffassung dient. Sarrazin und der Iran-Deal (Di, 15 Mai 2018)
von Ulrich Siebgeber Überlasse den Staat den Narren und hoffe auf pünktliche Pensionsauszahlungen: so scheint die Devise zu lauten, nach der Professoren, einem sinnentleerten ›Rassismus‹-Geschrei vorauseilenden Gehorsam zollend, sich ins Schneckenhaus der politischen Sprachlosigkeit zurückziehen – oder, noch bequemer, entgegen ihren innersten Überzeugungen mit den … nun, nicht mit den Wölfen heulen, sondern mit den Schafen ... Weiterlesen ...
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Was wir den Migranten schulden und was nicht (Mi, 09 Mai 2018)
von Richard Schröder Die Flüchtlingsfrage spaltet Deutschland, sie spaltet Europa. Während die einen mit hohem persönlichen Engagement eine Willkommenskultur pflegen, die jeden, der kommt, willkommen heißen möchte, sehen andere im Flüchtlingsstrom vom Herbst und Winter 2015/16 ein Staatsversagen. Sie befürchten Überfremdung. Dem entgegnet die andere Seite mit dem Vorwurf der Fremdenfeindlichkeit oder des Rassismus oder gar des Faschismus. Darauf reagieren die Demonstranten von Pegida mit den kontaminierten Ausdrücken ›Volkverräter‹, bezogen auf die Regierenden, und ›Lügenpresse‹. Weiterlesen ...
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Die Sanktionen gegen Putin und die hilfreichen Folgen für Russland (So, 22 Apr 2018)
von Herbert Ammon I. Dass Russland, in den 1990er Jahren im Chaos versunken, unter Wladimir Putin wieder in seine Rolle als Großmacht, genauer: als mit allerlei dirty tricks operierender global player zurückgekehrt ist, steht außer Zweifel. Als erstes kommen dabei – außer dem vergessenen Tschetschenienkrieg – der – vom damaligen georgischen Präsidenten Saakaschwili ausgelöste – Krieg gegen Georgien 2008, der seit vier Jahren andauernde Krieg in der östlichen Ukraine sowie die Annexion der Krim (2014) in den Sinn. Weiterlesen ...
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Der ikarische Freund. Wissenschaft als Desinformation (Mo, 09 Apr 2018)
By The Photographer - Own work, Public Domain, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=37806971 Ich lehne ab, du lehnst ab, wir ihr sie lehnen ab – das sagt sich leicht. Da der Akt des Aussprechens sie bereits enthält, macht sich nichts leichter als Ablehnung. Eine Tür, gerade noch angelehnt, hat sich geschlossen, vergebens drückt, wer’s nicht glauben möchte, die Klinke: Kein Durchgang. Es ist vorbei. Ablehnung entspricht einem menschlichen Grundbedürfnis. Nur welchem? Nicht unbedingt dem Wunsch, in Ruhe gelassen zu werden – darum geht’s nicht, allenfalls in den seltensten Fällen. Worum es dann geht? Wer ablehnt, baut Kompetenz auf: das klingt kurios, kommt aber der Wahrheit so nahe wie irgend möglich, bevor sie auffliegt und der Vogel im Unerreichbaren schwebt. Weiterlesen ...
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Verdammt in alle Ewigkeit? (Sa, 31 Mär 2018)
  Eine exemplarische Polemik von Peter Brandt Die letzten judenfeindlichen Vorfälle bei Anti-Israel- und Anti-USA-Demonstrationen vorwiegend arabischer und türkischer Muslime und etliche Vorfälle an Schulen haben in der Politik und in den Medien eine breite, sorgenvolle Resonanz gefunden – zu Recht. Wie bei solchen Anlässen üblich, wird dann legitime Kritik an der jahrzehntelangen Unterdrückung der arabischen Palästinenser durch den Staat Israel oder auch nur an einzelnen Aktionen der israelischen Staatsführung als ›eigentlich‹ oder ›versteckt‹ antisemitisch charakterisiert. Aus der zutreffenden Feststellung, dass sich Antisemitismus heutzutage nicht selten als Antizionismus tarne, wird dann schnell der abwegige Umkehrschluss, dass es sich bei jeder mehr als kosmetischen Kritik an Israel – wobei das Existenzrecht Israels selbstverständlich von jeder Kritik ausgenommen bleibt – um Antisemitismus handeln müsse. Ein solches Etikett wird inzwischen gern auch einer ablehnenden Haltung gegenüber dem internationalen Finanzkapital, wenn nicht dem Antikapitalismus überhaupt angeheftet. Da kann man sich manchmal schon fragen, welche Stereotypen in den Köpfen vieler ›Freunde Israels‹ schlummern… Weiterlesen ...
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