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Peter Brückners »Versuch, uns und anderen die Bundesrepublik zu erklären« – neu gelesen (Mi, 17 Okt 2018)
von Christoph Jünke Vorbemerkung: Vor vierzig Jahren, im Jahre 1978, erschien im Wagenbach-Verlag Peter Brückners »Versuch, uns und anderen die Bundesrepublik zu erklären«. Das Buch wurde damals, wie viele andere Werke desselben Autors, stark beachtet, ist heute jedoch weitgehend vergessen. Christoph Jünke hat einen neuen Blick auf das Buch geworfen. Weiterlesen ...
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Die irreversible Veränderung des deutschen Parteiensystems (So, 14 Okt 2018)
von Herbert Ammon Nein, es geht nicht um eine weitere Spekulation über den Ausgang der Landtagswahlen in Bayern am heutigen Sonntag, dem 14. Oktober 2018, wenngleich deren Ergebnisse bundesweit bedeutsamer sein werden als die zwei Wochen später stattfindenden Wahlen in Hessen. Es geht auch nicht um die Frage, wie der mutmaßlich große Wahlverlierer Markus Söder – notgedrungen hat er sich alle Optionen mit Ausnahme (?) der von ihm im Wahlkampf als Hauptfeind ausgemachten AfD offen gelassen – eine Koalition und eine neue Regierung zusammenkriegt. Weiterlesen ...
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Der deutsche Historikertag und seine guten Absichten für die Zukunft (Mo, 08 Okt 2018)
von Katharina Kellmann Der Historikertag in Münster macht sich Sorgen um den Bestand der Demokratie – nicht nur in Deutschland, sondern in der ganzen Welt. Ich hoffe, dass die Menschen, die in anderen Erdteilen leben, diesen Aufruf des Gewissens dankend zur Kenntnis nehmen werden. Am deutschen Wesen soll eben die Welt genesen – vor allem, wenn es um eine gute Sache geht. Ich sehe schon, wie Herr Erdogan oder Herr Trump zittern. Weiterlesen ...
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Ein Wunder - kein Grund zur Freude (Mi, 26 Sep 2018)
Herbert Ammon Zuweilen geschehen noch Wunder, zumindest für unsereinen, der nicht in den Rat der Götter, auf den demokratischen Olymp, in die Säle des Bundestags (im Reichstag) berufen ist. Keiner von uns Passivbürgern, sprich Demokratinnen und Demokraten, konnte ahnen, was sich am Nachmittag des 25. Septembers 2018 in der Fraktionssitzung der CDU abspielen würde: der Sturz Volker Kauders, des Keulenträgers der ewigen Kanzlerin. Weiterlesen ...
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Die Große Koalition am Ende (Mi, 26 Sep 2018)
von Lutz Götze Vor nicht einmal sechs Monaten verurteilte ich in einem Essay die sich anbahnende Große Koalition von CDU/CSU und den Sozialdemokraten. Unter Verweis auf Bertolt Brechts Verse vom Untergang Karthagos – Das große Karthago führte drei Kriege. Es war noch mächtig nach dem ersten, noch bewohnbar nach dem zweiten. Es war nicht mehr auffindbar nach dem dritten – prophezeite ich dem Machtbündnis ein baldiges Ende und den Koalitionären einen rasanten Vertrauensverlust in der Bevölkerung. Es ist schneller dazu gekommen, als selbst ich es für möglich gehalten hätte. Schlimmer noch: Der unmittelbare Anlass des Scheiterns hätte nichtiger und lächerlicher nicht sein können. Weiterlesen ...
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Bevölkerungswachstum: Wer schweigt, verliert (Di, 25 Sep 2018)
von Waldemar Ritter Als ich vor 85 Jahren geboren wurde, lebten rund 2 Milliarden Menschen auf unserer Erde. Zur Zeitenwende, zu Christi Geburt waren es 170 Millionen. Heute sind es über 7,6 Milliarden. Das sind 85 Millionen mehr als im Vorjahr. Und damit etwa so viele Menschen, wie derzeit in Deutschland leben. Das Problem der Überbevölkerung ist das wichtigste Problem der Menschheit. Alle großen Probleme hängen von der Zahl der Menschen auf der Erde ab. Weiterlesen ...
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Jagdszenen an der Spree (So, 23 Sep 2018)
von Ulrich Siebgeber Die politische Nation hat sich auf die Jagd nach den Verfehlungen des Herrn M. gemacht. Verfehlungen sind, wie man weiß, etwas anderes als Vorwürfe, die sich gegen einen Menschen erheben lassen. Die Politik lebt von Vorwürfen. Sie wüsste gar nicht, was sie stattdessen tun sollte, sie muss, wenn nichts anderes übrig bleibt und Zeit und Umstände drängen, sich Vorwürfe ausdenken – um der Sache, vor allem aber um des eigenen Vorteils willen... Weiterlesen ...
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Die Zerrissenheit dieses Landes ... (Di, 18 Sep 2018)
 von Detlef Müller Sehr geehrter Herr Präsident! Meine Damen und Herren! Meine Heimatstadt Chemnitz steht seit Ende August als bedrückendes Sinnbild für die Zerrissenheit dieses Landes. Sie, Herr Kollege Gauland, haben gestern gesagt, der innere Frieden in unserem Land sei gefährdet, ein Riss gehe durch unsere Gesellschaft. Aber Sie, die AfD, wollen gar keinen inneren Frieden in unserem Land. Sie reißen diesen Riss und diesen Graben immer weiter auf. Das wird auch heute hier im Plenum wieder deutlich. Weiterlesen ...
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Das Elend der Genossen. Wie man eine Republik zerquatscht (Fr, 14 Sep 2018)
von Ulrich Siebgeber Das Getümmel um die Chemnitzer Vorgänge lichtet sich und die Deutungslinien treten hervor. Wer sich nicht eindeutig ›gegen Rechts‹ positioniert, indem er öffentliche Plätze und Straßen meidet, sobald absehbar wird, dass sich sein demokratischer Protest mit den anrüchigen Darbietungen der völkischen Szene mischen könnte, muss künftig damit rechnen, von den Mehrheitsmedien selbst dieser Szene zugerechnet zu werden. ›Wer nicht für uns ist, der ist gegen uns‹ –: das demokratische Lichtschwert teilt die Republik absolut... Weiterlesen ...
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Chemnitz und die Folgen (Do, 13 Sep 2018)
von Ernst Eichengrün, Ulrich Schödlbauer und Gunter Weißgerber Chemnitz wird uns in allen seinen Dimensionen noch lange beschäftigen. Ob die Vorkommnisse nun wirklich die Bezeichnungen, die ihnen zugedacht worden sind, verdienen, ob also die Ausschreitungen so groß waren wie berichtet, spielt dabei keine Rolle. Zwar waren die Hogesa-Krawalle in Köln schlimmer, doch man sollte Chemnitz nicht kleinreden oder relativieren. Oft genügen ja selbst kleinere Anlässe, um Schrecken zu verbreiten und eine große Krise loszutreten, vor allem dann, wenn dabei gleich mehrere Aspekte im Spiel sind. Weiterlesen ...
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Die Nachrichten und Bilder aus Chemnitz müssen jeden Demokraten in unserem Land sehr nachdenklich stimmen (Do, 30 Aug 2018)
 von Andre Soudah Nicht nur, dass ein Mensch brutal erstochen wurde und seinen Verletzungen erlag (zwei weitere wurden schwer verletzt), sondern dass ein Nazimob diese abscheuliche Tat auch noch für seine Zwecke missbraucht und auch unbescholtene Bürger die Nase voll haben. Eine Entladung, auf die die Polizei und die Stadt Chemnitz, trotz Ankündigung in den sozialen Medien, nicht vorbereitet war und ein Ministerpräsident der in einem Dilemma steckt; so muss er sich und die CDU als Landespartei profilieren, die mit starker Hand regiert und zum Beispiel gegen vermeintliche Ausländerkriminalität vorgeht und ein neues Polizeigesetz auf den Weg bringt, um rechte Wutbürger nicht vollends zu verprellen. Gleichzeitig soll Sachsen weltoffen sein. Ob diese Strategie ein Jahr vor der Landtagswahl aufgeht, darf mit einem Blick nach Bayern zu Recht bezweifelt werden.  Weiterlesen ...
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Tschipek. Wie einer (ganz allein) den Kapitalismus verhaut (Mi, 29 Aug 2018)
von Ulrich Siebgeber Der Taschenspieler Tschipek, der später viel als Philosoph arbeitete (nicht zu verwechseln mit dem taschenspielernden Philosophen Žižek), hat als Junge zuviel Ljubljanicawasser geschluckt; das führte dazu, dass er für alle Probleme, die man ihm vorlegt, eine brachiale Lösung zu besitzen behauptet: »Der Klassenkampf«, pflegt er auszuführen, »ist der Schlüssel zu einer Sache, die weder Tür noch Schloss besitzt.« Die wahre Natur der Besitzergreifung sei daher der Einbruch. »Ich persönlich bevorzuge die direkte Aktion, aber nicht vor Einbruch der Dunkelheit. Das erleichtert das Weglaufen.« Weiterlesen ...
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Statistiken und ihre mindere Bedeutung (Sa, 25 Aug 2018)
von Herbert Ammon Innerhalb eines Jahres – von 2016 auf 2017 – stieg der Anteil von Personen mit Migrationshintergrund in der Bundesrepublik Deutschland um 4.4 Prozent an, von 18,4 Millionen auf 23,6 Millionen. Diese Angaben sind einem Artikel in der FAZ zu entnehmen (Peter-Philipp Schmitt: »Familie als Hauptmotiv«, in: FAZ v. 07.07.2018, S.8), der sich auf den soeben vorgelegten Bericht des Statistischen Bundesamtes in Wiesbaden bezieht. Der Jahresbericht des Bundesamtes basiert auf einem Mikrozensus, einer Datenerhebung von etwa einem Prozent der Gesamtbevölkerung der Bundesrepublik, bei 81,7 Millionen also etwa 820 000 Personen. Weiterlesen ...
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Die Erben Ost zanken sich ums Gedenken (Sa, 25 Aug 2018)
von Ulrich Siebgeber Setzt zu Herrn euch über das Willkommen, macht zur Norm die eigene Hässlichkeit, prahlt, als wäret ihr die frommen Wächter wider der Vergangenheit Weiterlesen ...
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Reihenweise – ein Geschöpf der Taschenbuchkultur... (Di, 21 Aug 2018)
von Monika Estermann Reinhard Klimmt, Antiquar, Büchersammler und ehemaliger Ministerpräsident des Saarlandes sowie Patrick Rössler, Sammler und Professor für Kommunikationswissenschaft in Erfurt haben zwei dicke Quartbände vorgelegt, die sich schon durch ihre Gestaltung – blauer Gewebeeinband, Kunstdruckpapier, durchgehend farbige Bilder und das Gewicht (über 6 kg) – von dem kärglichen, ja eher schüchternen Erscheinungsbild wissenschaftlich-akademischer Publikationen abheben. Weiterlesen ...
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Plädoyer für eine linke Ökumene (Do, 16 Aug 2018)
von Peter Brandt Der Adressat linker Politik war bis weit in die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts wie selbstverständlich das »arbeitende Volk in Stadt und Land«, wie im Görlitzer Programm der SPD von 1921 und ganz ähnlich im Wiedergründungsaufruf der KPD 1945 formuliert. Nicht von Ungefähr: Über neun Zehntel der Erwerbsbevölkerung waren und sind abhängig Beschäftigte, der Rest setzt sich überwiegend aus kleinen Selbstständigen zusammen. In einer solchen Situation sollen, ja müssen linke Parteien Volksparteien sein. Weiterlesen ...
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Wege aus der Dunkelflaute (Di, 07 Aug 2018)
von Ulrich Siebgeber Schnaps ist Schnaps und Politik ist Politik. Das Wort ›Klimaskeptiker‹ ist Politik, das Wort ›Klimaleugner‹ desgleichen. Soweit ist nichts gegen sie einzuwenden. Politik muss unterhaltsam sein, sonst verläuft sich die Kundschaft. Fragt man einen Klimaskeptiker, wogegen seine Skepsis sich denn nun richte, dann antwortet er in der Regel: gegen die Annahme, der Klimawandel sei menschengemacht. Fragt man ihn... Weiterlesen ...
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Ein Leben ohne Ferdinand Lassalle und Mark Twain ist für die SPD möglich, aber sinnlos (Di, 07 Aug 2018)
von Gunter Weißgerber Die SPD will sich erneuern, was immer das bei 450 000 Mitgliedern bedeuten mag. Einen Austausch durch neue Mitglieder wird es jedenfalls nicht geben können. Der Personen- und Ideenpool wird bleiben und mit ihm der bekannte Wettstreit um innerparteilich mehrheitsfähige Grundlinien. Ob dann diese innerparteilich erneut herauszukristallisierenden Politikansätze außerparteilich – beim undankbaren Wahlvolk – ankommen und vor allem dort begrüßt werden, das weiß niemand wirklich. Weiterlesen ...
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Die Regenmacher (So, 05 Aug 2018)
von Ulrich Siebgeber Es lag mir fern, der Sensibilität meiner Mitmenschen in Sachen Klimawandel zu nahe zu treten, so wie es mir ganz allgemein schwerfällt, Menschen nahezutreten, vor allem zu nahe zu treten, zum Beispiel um ihren Mundgeruch nicht zu verpassen. Dem Klimawandel kann man nicht nahetreten, darin liegt bereits das Problem. Weiterlesen ...
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Sommerstroh, gedroschen, geschüttelt und – leicht – gerührt (Sa, 04 Aug 2018)
von Ulrich Siebgeber Ein Deutscher, der im Jahre 1968 das Licht der Welt erblickt hätte und damit auf ein halbes Jahrhundert zurückblicken könnte, wäre in seinem ersten Lebensjahrzehnt, angenommen, er hätte das Land nicht verlassen, mit einer durchschnittlichen Jahresdurchschnittstemperatur von 8,0 Grad Celsius konfrontiert gewesen. Dieses erste Jahrzehnt hätte sein Temperaturempfinden auf lange Zeit, vermutlich lebenslänglich, geprägt: 8 Grad, das ist Deutschland, so fühlt es sich an... Weiterlesen ...
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