Kritische Perspektiven zu Religion und Weltanschauung

Glaubwürdigkeit von Kirche   

Wir züchten Tiere am Fließband, wir halten sie wie Ware vom Fließband und  wir schlachten sie am Fließband - Tiere sind keine Lebewesen, son-dern Ware vom Fließband.

"Was wir heute erleben, ist ein mit dem Rechenstift ausgeklügeltes schreckliches Höllen-spiel, in dem wir unsere Nutztiere in der Massen-tierhaltung zu Tiermaschinen herabstufen. Die Übermenge an Eiern, Fleisch und Butter, die die westlichen Wohlstandsgesellschaften auf diese Weise produzieren, ist mit menschenunwürdiger Tierquälerei bezahlt. Gegenüber dieser überall straf-los praktizierten Ungeheuerlichkeit liest sich Albert Schweitzers Ethik der Ehrfurcht vor dem Leben wie eine Botschaft von einem anderen Stern. Und eine Kirche, die zu dem allem schweigt, erklärt damit den Bankrott ihrer Barmherzigkeitspredigt!"

Nicht zuletzt an der Haltung den Tieren und ihrem Lebensrecht gegenüber diskreditieren sich die christlichen Kirchen und betonieren damit ihre zunehmende Unglaubwürdigkeit in aller Fragen christli-cher und moralisch-ethischer Natur. Wie kann eine Kirche Liebe, geschweige denn Nachfolge, von ihren Mitgliedern einfordern, wenn und wo sie ebenso unethische wie unchristliche Tierhaltung und Massenmord an Lebewesen nicht nur zulässt, sondern sogar fördert (von der Weihnachtsgans bis zum Osterlamm)? Wie soll Kirche noch ernst genommen werden in ihrem Einspruch gegen Krieg und Verfol-gung, wenn und wo sie den Schutz der hilflosen Kreatur verneint und einen Teil der göttlichen Schöpfung willentlich und bewusst unendlichen Schmerzen aussetzt? Wie kann Kirche davon sprechen, vom göttlichen Geist in alle Wahrheit geführt zu werden, wenn und wo sie sich benimmt, als hätten Auf-klärung und Ethik für sie nie existiert? Und schließlich wie können die Vertreter von Ökumene (z.B. die ACK) und Weltanschauung (z.B. EZW) sich gegenseitig auf die Schulter klopfen vor dem Hintergrund dieses himmelschreienden Unrechts? Was kann offensichtlicher sein als die Erkenntnis, dass hier nicht der göttliche Geist am Werk ist - und doch hüllen sich alle in vornehmes und gegenüber ihrer Klientel opportunes Schweigen ...

 


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Gedanken zu Religion und Religionsfreiheit/Teil1 (Oktober 2018)
Wie kann von Religionsfreiheit gesprochen werden, wenn Religion und alles, was sie inhaltlich wie institutionell ausmacht, jeglicher Kontrolle entzogen werden und Freiheit so zur Willkür wird?
Gedanken zur Religionsfreiheit.pdf
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Gedanken zu Religion und Religionsfreiheit/Teil 2 (Oktober 2018)
Religionsfreiheit ist nicht nur an die Gesetze eines Staates bzw. einer Volksgemeinschaft gebunden, sondern auch an dessen Kultur - sonst müssten wir auch Menschenopfer zulassen oder uns an kulturbedingt nicht durchsetzbare Speisevorschriften oder rel. Feiertage etc. halten.
Gedanken zur Religionsfreiheit2.pdf
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Meinung, Glaube und Wahrheit (Juni 2017)
Wir haben verlernt, zwischen Meinung, Glauben und Wahrheit sachgerecht zu unterscheiden und haben damit unseren schöpferischen Bezug zur unbewussten Welt des Geistes verbaut.
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Anspruch und Auftrag von Weltanschauungsbeauftragten (01. 02. 2017)
Der Anspruch und Auftrag von Weltanschauungsbeauftragten geht im Grunde weit über die Frage hinaus, ob bzw. inwieweit eine Religionsgemeinschaft ökumenische Akzeptanz findet.
Sehr geehrte Damen und Herren Weltanscha
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Nachruf auf K.-H. Deschner und seine "Kriminalgeschichte des Christentums" (18.04. 2014)
Deschners "Kriminalgeschichte des Christentums" ist für viele - von Kirchenkritikern bis hin zu dezidierten Atheisten - zum Markenzeichen moderner religiöser Aufklärung aber auch zur Generalabrechnung für alle möglichen kirchlichen Missstände geworden. Ein Aufklärung freilich, die selber noch ihrer Aufklärung harrt.
Der Hahn kräht nicht länger.pdf
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Abhängigkeit des Gewissens von der Freiheit der Wahrheit (08.10.2013)
Papst Franziskus und das heikle Thema der Gewissensfreiheit in einer Zeit und Welt, in welcher das Gewissen oft mit den Interessen oder Überzeugungen seiner Träger verwechselt wird.
Papst Franziskus und Gewissensfreiheit.p
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Politischer Mailwechsel zum Beschneidungsgesetz (09.01.2013)
Hier geht es um einen Mailwechsel mit einigen für unsere Region zuständigen Politikern zur Frage des Beschneidungsgesetzes und seinen grundsätzlichen Implikationen.
Aus diesem Grund wird dieser Mailwechsel weiter ausgebaut werden.
Mailwechsel zum Beschneidungsgesetz.pdf
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Aktualisierung vom 08.07.13

Wie gefährlich Beschneidungen sein können, zeigen diese Nachrichten.

Das Problem ist nun: Wenn wir Beschneidungen in Deutschland zulassen, gibt es für solche Länder keinen vernünftigen Grund, Beschneidungen zu verbieten.


20.07.2012

Vom Unsinn eines religiösen Traditionsabsolutismus 

 

Die öffentliche Debatte in der Frage der Überordnung religiöser Traditionen über Vernunft und Erkenntnis am Beispiel der Rechtmäßigkeit religiöser Beschneidung von Kindern zeigt beispielhaft, warum sich Befürworter wie Gegner einer im Grund genommen rechts- wie vernunftfreien religiösen Tradition – die hier kommentierten Verfasser sind Johannes Röser, Robert Spaemann, R. D. Herzberg, Heribert Prandl, H.M. Heinig  letztlich auf sehr dünnem Eis bewegen: Traditionen, wie religiös sie auch immer verbrämt sein mögen, haben weder um ihrer Tradition noch um irgendwelcher angeblicher göttlichen Offenbarungen oder anderweitig begründeter Heilsmystifikationen willen das Recht auf eine – leider von vielen Teilnehmern der Beschneidungsdiskussion geforderte – Verabsolutierung religiöser Werte und Glaubensformeln. So wenig das Recht auf Meinungsfreiheit verabsolutiert werden kann dergestalt, dass nun jeder über jeden verbal herfallen könnte, so wenig kann hier das Recht auf Religionsfreiheit oder religiöse Autorität in Glaubensangelegenheit darauf pochen, religiöse Traditionen außerhalb jeglicher Vernunft oder außerhalb jeder nichtreligiöser Rechtsauffassungen zu stellen bzw. gegen epistemologisch nachweisbaren Erkenntnisfortschritt zu immunisieren.

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16.01.12

Der Irrtum von der Unvereinbarkeit von Religion und Politik

 

Auf dem Neujahrsempfang des Bistums Essen bestand Bundestagspräsident Lammert darauf, dass Religion und Politik im Grund unvereinbare Weltanschauungen bedienten, da, so Lammert, der  prinzipielle Unterschied darin bestünde, dass Politik von Interessen handle während es bei der Religion um Wahrheiten ginge. Und weil Wahrheiten letztlich nicht abstimmungsfähig und umgekehrt Interessen nicht wahrheitsfähig wären, warnte Lammert davor, religiöse Überzeugungen zu politisieren.

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Thema: Christentum und 'demokratischer'  Militarismus

Morbus Interventionismus

 

Die frühere Bischöfin und Vorsitzende des Rates der Evangelischen Kirche Margot Käßmann hat auf dem evangelischen Kirchentag erneut das deutsche militärische Engagement in Afghanistan kritisiert. «Es gibt keinen gerechten Krieg. Es gibt nur einen gerechten Frieden. Und dieser erfordert Kreativität, Zeit, Engagement und Geld!« - Nicht zuletzt aus diesem Grund sind Gebetsanliegen vielleicht gut gemeint, aber ungefähr so gerechtfertigt und wirkungsvoll wie jene eines Alkoholikers, der vor jeder weiteren Flasche Gott um Schutz, Gesundheit und gutes Verkraften bittet.

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Jesuanität oder Apostolizität des Evangeliums (März 2011)
In diesem kurzen Aufsatz geht es um die Frage, woraus Kirche und kirchliches Amt ihre jeweilige Beglaubigung ziehen. Worin, mit anderen Worten, liegt Authentizität in Fragen kirchlicher Ansprüche - vor allem in der Frage nach der geschichtlichen Legitimation - begründet?
Jesuanität+oder+Apostolizität.pdf
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Wahrnehmungsdefizite in der Frage der Ökumenefähigkeit von Sondergemeinschaften (Nov. 2009)
Rezensionskommentar zum Buch "Religionstheologie und Apologetik" von Dr. Michael Utsch
Utschrezension.pdf
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