Sprachkritische Aufsätze und Artikel

Petition gegen eine Vereinnahmung unserer Kultur

 

Liebe Leser meiner Webseite,

                                                                             

ich habe auf openPetition eine Petition unterschrieben, die uns alle angeht. Unterzeichnen deshalb auch Sie:

 

https://www.openpetition.de/petition/online/mehr-deutsche-musik-im-radio

 

Die Petition ist mir wichtig, weil die völlig unkritisch rezipierte Aufnahme des Englischen bedingt durch die globalisierten und digitalisierten Medien mittlerweile Ausmaße angenommen hat, wie es sie niemals zuvor in der Geschichte der deutschen Sprache und Kultur gegeben hatte.

Da unsere Kultur über das Denken auch durch unsere Sprache bestimmt wird, erscheint es mir wichtig, endlich einen Gegenpol derer zu schaffen, welche nicht bereit sind, sich von der anglo-amerikanischen Kulturdiktator noch länger vereinnahmen zu lassen.

Es grüßt sie alle recht herzlich,

Rudolf Stiegelmeyr


Für die Muttersprache ist nicht gegen die Fremdsprache
Für die Muttersprache ist nicht gegen die Fremdsprache

Vom Wert der Identität

Diese Rubrik ist all jenen gewidmet, die sich für die Deutsche Sprache und Kultur einsetzen im Bewusstsein, dass der Multi-Kulti-Wahn der medialen Welt um uns herum wohl nie die schlichte Weisheit kapieren wird, dass Fremdes nur dann als wertvoll oder wertarm verstanden werden kann, wenn und solange die eigenen Werte erkannt werden. Wer nie eine eigene Währung sein eigen nennen konnte oder ihren Wert verstanden hatte, konnte auch mit Fremdwährungen nichts anfangen. Diese banale Erkenntnis lässt sich auf alle kulturellen, gesellschaftlichen wie religiösen Werte übertragen. Finde zuerst zu dir selbst, bevor du es wagst, zum anderen zu finden.

Die deutsche Nachkriegsjugend, vor allem die 1968er Revoluzzer, hatte nie den Wert der deutschen Kultur erkennen können - durch Krieg und Naziherrschaft wurde alles in Bausch und Bogen verdammt, was den Namen "Deutsch" eins als Wertmarke und Gütesiegel hervorgehoben hatte. 12 verlorene Jahre haben so wieder jede Sinnfälligkeit Jahrhunderte weltweit hochstehender Kultur und Werte kaputt gemacht. Ersetzt wurde diese Werte und mit ihnen die ganze ehemals deutsche Kultur (die sich naturgemäß wie jede andere nationale Kultur aus vielen regionalen Unterkulturen zusammensetzt) von einer US-amerikanischen Unkultur, die das Deutsche am und im Deutschen mit Stumpf und Stiel aus-zurotten begann. Den Weg dazu legten u.a. die Philosophen der Frankfurter Schule, deren "Kritische Theorie" von unreifen und realitätsfernen Studenten gierig aufgesogen und ihrem unrealistischen Wunschdenken angepasst wurde.

Daraus wiederum entstand jene zeitgeistige Grundlage, welche den Weg ebnete für die postmodernen, völlig naiven Gutmenschen Judith Butlers, Steven PinkersJay Conrad Levinson und Co. (ganz zu schweigen vom typisch amerikanischen Börsenguru und seinen Auswirkungen auf eine ehrbare Wirtschaft). Sie alle haben die menschlichen Unterschiede und die dazugehörigen Werte (Arbeit, Leistung, Familie, Bildung, usw.) eingeebnet und damit jegliche Form von nationalen Werten und Identitäten zerstört. Dieser Eroberungsfeldzug der Amerikaner hat sich mittlerweile auf die ganze Welt ausgedehnt. Dazu gehört auch das jüngst von einer "Jury Anglizismus" zum Sieger der Anglizismen des Jahres 2018 in der deutschen Sprache erkorene "Gendersternchen", welches zum Ausdruck bringen möchte, dass immer mindestens zwei Geschlechter gemeint sind (also "Leser*innen" anstatt nur "Leser").

Die Völkerkundlerin Brigitta Hauser-Schäublin schreibt zu dieser unseligen Genderdebatte: "Was sich in dieser von Jahr zu Jahr schnelleren Übernahme englischer Ausdrücke in die deutsche Alltagssprache ausdrückt, ist eine Höherbewertung der englischen Begriffe, mit denen ein zeitgenössisches, eben «hippes» Lebensgefühl verbunden wird. Die entsprechenden deutschen Ausdrücke verblassen daneben, wirken altbacken, verwendet nur von Ewiggestrigen. Was hier vor sich geht, ist eine über die Sprache stattfindende Amerikanisierung – ein selbst gewähltes Kolonisiertwerden durch eine Kultur, die bewundert wird und der man sich angleichen möchte. Damit reiht sich die deutsche Sprache, die im Nachgang zum Zweiten Weltkrieg und im Unterschied zu Englisch, Französisch, Spanisch, Arabisch, Chinesisch und Russisch von den Vereinten Nationen nie zu einer ihrer offiziellen Sprache ernannt wurde, unter jene Sprachen ein, die Gefahr laufen, ihre Eigenständigkeit verlieren."

Dieser Unwert des Altbackenseins liegt nicht in der deutschen (Sprach-)Kultur, sondern in der Wahr-nehmung ihrer Sprachnutzer, welche sich von der zeitgeistigen Diktatur "Amerikanismus über alles" haben verführen lassen. Was wir heute vor uns sehen, trägt zwar noch den Namen "Deutschland", hat aber mit dem Attribut "deutsch" nahezu nichts mehr gemein. Im Gegenteil: So ziemlich alles, was Kultur und Werte zerstörten kann, kam von jenseits des Atlantiks. Egal ob in der Musik, Philosophie, Kunst, Sport, Freizeit, Wirtschaft usw., überall hielten amerikanische Unwerte und Wertlosigkeiten Einzug ins deutsche Familien- ebenso wie in das gesellschaftliche Leben. Was die Deutschen einst als Befreiung vor dem Unheil der Naziherrschaft feierten, sollte sie vom Regen in die Traufe führen: Eine der groß-artigsten Kulturnationen, welche die Welt je hervorgebracht hatte, steht vor dem Ausverkauf.

Einen nicht geringen Anteil daran hat der überbordende und völlig geistlose Gebrauch von Anglizis-men/Amerikanismen. Nicht von ungefähr stellte Goethe fest, dass das deutsche Volk erst mit dem Reformator Martin Luther und seiner Bibelübersetzung ins Deutsche zu einem deutschen Volk gewor-den war. Gemeinsame Sprache schafft Gemeinsamkeit und damit gleichzeitig gemeinsame Identität. Sie ist der Grundstein für die deutsche Kultur. Während Zivilisation Fortschritt als den Grad-messer seiner selbst erkor, der klassenlos und unabhängig völkischer Identitäten seine Bestimmung hat, braucht Kultur ein nationales Zuhause, um sich gegen andere Kulturen abgrenzen zu können und nicht in einem Mischmasch von Multi-Kulti unterzugehen. Denn ohne Identität ist der Mensch der Sinnlosig-keit des Hin- und Hergerissens preisgegeben. Identität aber braucht Beziehung und Bezugspersonen und -orte. Nicht zufällig ist "Heimat" - von der Familie bis zu Nation - die stärkste aber auch notwendig-ste Gruppenidentität, ohne welche der Mensch im Strom von Zeit und Raum jeden Boden verlöre ...

Dieser Thematik sind die Aufsätze und Artikel im Folgenden gewidmet:


Gebieten wir dem Genderwahn der GenderIdiot*innen Einhalt
Gebieten wir dem Genderwahn der GenderIdiot*innen Einhalt

Aufruf gegen Genderunfug (06.03.2019)

 

Hört auf zu gendern!

Eine Petition der AG Gendersprache im VDS e. V.

Nach über zwanzig Jahren Geschlechter-Gleich-stellung (Gender Mainstreaming) werden die Vorstöße der Gender-Lobby immer dreister (siehe Gender-Verwaltungsakt von Hannover 2019). Dortmund will folgen.

Wir verbitten uns den Eingriff von oben in unsere Sprache. Die staatlich verordnete Indoktrinie-rung darf nicht Schule machen. Sprache darf kein Spielball politischer Interessen werden.

Wir wollen uns nicht an den Gender-Neusprech gewöhnen. Deshalb fordern wir alle Mitbürger auf, aktiv dagegen zu protestieren und ent-sprechende Richtlinien, Verordnungen und Vorschriften scharf zurückzuweisen. Insbesondere soll die Stadt Hannover ihren Gender-Verwaltungsakt zurücknehmen und die Dortmunder Verwaltung die Finger vom Gendern lassen. Der Bund soll mit den Milliarden-Etats, die dem unsäglichen Gender-Main-streaming zufließen, die Zivilgesellschaft stärken und in gemeinschaftsstiftende Projekte investieren.

Weiter... (mit der Bitte um Unterzeichnung)


Genderismus - Totengräber einer Sprachkultur (19.02.2019) 

Die geistigen Homöopathinnen, die seit nunmehr zwei Jahrzehnten die Genderierung vorantreiben, berufen sich zumeist auf den Respekt, der ihnen scheinbar vorenthalten würde, wenn und wo ihre holde Weiblichkeit nicht auch gebührenden Niederschlag im grammatischen Geschlecht (Gender) fände. Denn dieses wird von den Vertretern des Genderismus zum sog. "sozialen Geschlecht" erhoben, aus welchem sich die jeweilige soziale Rolle bestimmen würde. Nun mag das in der patriarchalischen Vergangenheit zum Teil tatsächlich so gewesen sein, wobei freilich auch das biologische Geschlecht eine nicht zu unter-schätzende Rolle spielte. Denn dieses bestimmte genetisch über ganz spezifische Eigenschaften, die entweder eher weiblich oder eher männlich ausgeprägt waren und entsprechend in der realen Welt umgesetzt wurden. In einer Welt, die aus der Evolution bipolar geprägt ist von männlichen wie von weiblichen Charakteristika. Allein von daher stellt sich als erstes die Frage, was es einzuwenden gäbe gegen  die Vorstellung, dass die genetisch bedingten Stärken und Schwächen nutzbringend Eingang in den Alltag finden sollten...?

weiter 


Englisch soll Amtssprache werden in Deutschland  (Mai 2015)

 

Europa ist wirtschaftlich wie politisch zerstrittener denn je. Der flächendeckende Euroraum war von Anbeginn an zum Scheitern verurteilt. Zu groß waren seine kulturellen, wirtschaftlichen und politi-schen Unterschiede, geistige Wurzeln, die sich nicht einfach über eine übergestülpte Gemeinschafts-währung würden kappen und wie Unkraut heraus-reißen lassen. Die Utopie einer Vorstellung von den Vereinigten Staaten von Europa war schon in ihrem ersten Denkansatz zum Scheitern verurteilt. Nun soll sie durch ein weiteres künstliches Überstülpen, dieses Mal einer gemeinsamen Amtssprache, doch noch gerettet werden. Doch auch diese Idee ist von Anbeginn an zum Scheitern verurteilt. Sprache ist geronnene Kultur und versinnbildlichtes Denken. Jeder Übersetzer weiß, dass Übersetzen eigentlich ein Ersetzen ist, denn der Geist, der hinter den Worten und Sätzen steht, geht verloren.

Sicherlich ist eine zigfache Übersetzung des ganzen administrativen Papierkrams, den die Eurobüro-kraten jeden Tag mehr oder minder sinnlos produzieren, ebensowenig eine Lösung. Aber dies kann und darf nicht dazu führen, dass eine nationale Sprachkultur in einigen Jahrzehnten bestenfalls noch in den heimischen Wänden und auch dort nur noch rudimentär gesprochen wird. Eine Sprachkultur, die Literatur und Kultur von Weltrang hervorgebracht hat. Nicht zufällig spricht man nicht nur in deutschen Landen von der Sprache und Kultur der Dichter und Denker. Die deutsche Sprache und Kultur hat über Jahrhunderte hinweg Europa und die ganze Welt im besten Wortsinn geprägt. Geprägt in einem inspirierenden Sinn, nicht in einem destruktiv-vereinnahmenden Sinn, wie das die amerikanische Anti-Kultur heute tut.

Auch kulturelle und mit ihnen sprachliche Werte sind messbar und verifizierbar. Und dies nicht mittels einer quantitativen Messlatte von Bestsellern oder anderweitig hohen Auflagen, sondern über den Feingeist, der freilich nur von denen erkannt wird, die zu feingeistigem Erkenntnisgewinn fähig sind. Auch Goethe und Schiller waren niemals Bestseller. Aber sie waren, anders als Harry Potter & Co., im besten Sinn Literatur von Weltrang und -ruf. Ein Ruf, der nicht von den Lesern bestimmt wird, sondern von der Sprache und dem Inhalt des Geschriebenen oder Gesagten. Genau diese Messlatte aber wird endgültig zerstört werden, wo Eurobürokraten einen sprachlichen Fremdkörper als Mittel zum Zweck einer künstlichen Vereinheitlichung nationaler Kulturen machen. Dagegen sollten sich alle Europäer wehren.


Sprache lebt nicht, sie wird gelebt (24.03.2014)

Egal, ob das mittlerweile überhand nehmende und ebenso überflüssig wie unsinnige Denglish (mir gefiele EngDeutsch aufgrund der Offen-sichtlichkeit seines Wortspiels besser) oder anderweitig falscher bzw. gedankenloser Sprachgebrauch, die Gründe für den anhaltenden Niedergang der deutschen Sprache liegen in einer sprachsystemischen Eigenheit, nämlich dass Sprache von den falschen Leuten beeinflusst wird. Dem gälte es entgegenzuwirken, aber dies findet nicht oder nicht mit der notwendigen Autorität statt.

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Morbus Amerikanismus (24.03.2014)

Es geht, anders als obig verlinkter Artikel populistisch ausposaunt, gerade nicht darum, dem Volk aufs Maul zu schauen. Vor allem, wenn das Volk seiner kulturellen Sprachwurzeln aus Gründen einer modernistischen Anbiederung an zeitgeistige Verhältnisse - die häufig blinde Übernahme anglo-ameri-kanischen Wortschatzes entspricht im Grunde der narzisstischen Geltungssucht eines großen Teils der Bevölkerung - entwöhnt und seiner Denkfähigkeit beraubt wurde.

Aus sprachwissenschaftlicher Sicht lässt sich dazu kurz feststellen:

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Anglizismen auf dem Abstellgleis
Artikel der Zeitschrift "Deutsche Sprachwelt"
ots_2014_02a_dsw.pdf
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Sprachdefizite verhindern ein mündiges Bürgertum (25.03.2014)
Kurzer Auszug eines ehemaligen Aufsatzes zur Entwicklung der deutschen Sprachfähigkeit im deutschen Bildungswesen
Grundsätzliche Sprachmängel deutscher Gy
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