Gesellschaftskritische Aufsätze und Artikel

Denkanstöße zum Aufwärmen (aktualisiert am 03. 03. 2019)

Hier finden Sie eine sich ständig erweiternde Sammlung von Anregungen, die dem gängigen Zeitgeist widersprechen ...

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Aufsätze und Artikel

Öffentliche Hinrichtung politisch nicht korrekter Äußerungen und ihrer Handlungsträger (03.19)

 

Gunnar Schupelius in der BZ über ein Berliner Anti-Rassis-mus-Tribunal gegen den „Afrika-Beauftragten“ der Bundes-regierung, das im Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung durchgeführt wurde: "Was war geschehen? Nooke hatte der B.Z. am 7. 10. 2018 ein Interview gegeben. Daraus wurde ihm gleich fünf Mal der Strick gedreht. Erstens: Nooke erinnerte an die Verbrechen der Kolonialzeit, sagte aber auch, diese Zeit habe dazu beigetragen, „den Kontinent aus archaischen Strukturen zu lösen“. Dazu Prof. Jürgen Zimmerer (Hamburg): „Sie bedienen rassistische Stereotype!“  Der Verhandlung vorausgegangen war ein Schreiben der Afrika-Experten und Hobby-Richter an die Kanzlerin. Darin hiess es u.a., Nooke habe sich der „Respektlosigkeit“ gegenüber „Afrikanerinnen und Afrikanern“ schuldig gemacht, seine Äußerungen seien „gefährlich“.  (Hinweis: Dieser Artikel wurde samt Bild verlinkt - einfach auf Bild und/oder Überschrift klicken).

 

In dem Tribunal auf das hier verlinkte Interview zeigen sich beispielhaft die zeitgeistigen Ideologien von Gutmenschentum, politischer Korrektheit, linkem Gleichheits- und Multi-Kulti-Wahn sowie grenzenlos politischer Abgehobenheit. Die dabei zutage tretende und medial geschickt vermarktete Gutmeinungs- und Gesinnungsdiktatur, die in einem ehemals hochstehenden Kulturland mittlerweile ein therapeu-tisches Kalifat entstehen lässt, in dem alle gleich und nur die links versifften  Gutmenschen* ein wenig gleicher sind, wird mittelfristig in die kulturelle Selbstzerfleischung und den längst medial inszenierten Freitod all dessen führen, was deutsche Kultur einst groß machte. Dabei geht es nicht um nationale Traditionen um ihrer selbst, sondern um des unschätzbaren Wertes ihrer erhabenen Kultur und ihres zivilisatorischen Fortschritts willen. Deren Erhabenheit konnten auch politische Diktatoren oder monarchistische Gewaltherrscher nicht schmälern.

Dabei ist es unbestreitbar, dass es unterschiedliche Grade von Zivilisation bzw. zivilisatorischem Fort-schritt gibt, was u.a. darauf gründet - Zivilisation beschreibt gesellschaftliche Lebensumstände, die ein Ergebnis des Fortschritts in Wissenschaft, Technik, kultureller Entwicklung und Denken in den ver-gangenen Jahrhunderten sind -, dass es unterschiedliche menschliche Naturelle, Charaktere und Begabungen gibt. Mit anderen Worten: Zivilisation ist Ausdruck menschlicher Fähigkeiten und Bega-bungen. Das hat nichts mit Rassismus zu tun, sondern dahinter stehen unterschiedliche Arten von Kultur bzw. kultureller Leistungfähigkeiten. Manche bezeichnen dies als Kulturrassismus, ohne aller-dings zu bedenken, dass wir dann genauso gut Begriffe einzuführen hätten wie Milieu-Rassismus, Standes- und Klassen-Rassismus, Bildungsrassismus, Religionsrassismus usw. Denn jede Form der Zuschreibung von negativen oder negativ bewerteten gruppen- oder organisationsspezifischen Eigen-heiten kann dann als Rassismus gebrandmarkt werden. Schon der Hinweis, dass BMW-Fahrer schnitti-gere Autofahrer als Mercedes-Fahrer oder wie schlecht die Britische Küche sei usw., wäre gemäß dieser Definition rassistisch. Hier wie in allen anderen Fällen schimmert wieder die bekannte zeit-geistige Ideologe des Gleichmachertums durch. Wehe dem, der Unterschiede ausmacht und diese auch noch bewertet ...

Kein menschliches Lebewesen, selbst bei aushauchendem Restverstand nach Einnahme etlicher Flaschen hochprozentiger Fuselalkoholika, würde behaupten wollen, dass der kulturelle Grad der europäischen Literatur oder der klassischen Musik auch nur ansatzweise vergleichbar wäre mit dem afrikanischer Dschungel-Kulturen oder der jämmerlichen Form akustischer Beleidigungen, die islami-sche Gebetsrufer, Buschtrommeln und vergeistigtes Gehopse negrider Stammesderwische hervor-rufen. Hinter diesen 'Kulturen' aber stehen Völker und Rassen, welche die jeweilige Kultur schufen und prägten (und umgekehrt). Insofern sind zivilisatorische wie auch kulturelle Leistungen durchaus ein Gradmesser für Fortschritt, Erkenntnisstand und intellektuellen Fähigkeiten und Begabungen einzelner Völker und Rassen.

Hinter vorgehaltener Hand sagen auch heute viele Forscher, dass an den Rassenlehren des 19. Jhs., aus denen die Nationalsozialisten leider ihre eigenen Vorstellungen einer Herrenrasse ableiteten, nicht alles falsch war. Die Epigenetik hat nachgewiesen, dass Traditions- und Sozialisationsmuster auch die Genetik eines Menschen beeinflussen und er sich so fort- oder rückschrittlich entwickelt, je nachdem, welches Denken in beseelt. Wer beispielsweise über Generation falsche Traditionen gedankenlos pflegt und weitergibt oder unsinnigen religiösen Denkmustern unhinterfragt anhängt (wie dies z.B. im Fall vieler Naturvölker der Fall ist), der wird auch keine Fortschritte erzielen – weder auf technischem noch auf geistigem Gebiet. 

So ist es auch kein Zufall, dass beispielsweise weder Muslime noch Afrikaner zu den Nobelpreisträgern der Wissenschaften zählen, und genauso wenig ist es Zufall, dass die Bevölkerung gerade in den Ländern, die es sich am wenigsten erlauben können, mit Abstand am meisten wächst - und das sind Länder in Westasien, im Nahen Osten und in Afrika. Entgegen der vorherrschenden wissenschaftlichen Meinung, dies habe mit mangelnder Bildung zu tun, geht es i.d.R. um primitives Ausleben von Trieben ohne Verantwortung und Zukunftsorientierung. Denn so blöd können selbst Afrikaner nicht sein, dass sie nicht merkten, wie wenig Kinder für das Altwerden der Eltern in der Realität bringen - so gut wie gar nichts nämlich, da sie sich nicht einmal selber ernähren können und außerdem das gleiche unge-bremste Rammel-Gen in sich tragen und so ganz nebenbei auch noch für eine Horde eigener Kinder sorgen müssen.

Noch weniger ist es Zufall, dass es in den Ländern und Völkern dieser Welt deutliche Unterschiede gibt hinsichtlich geistigen wie technischen Fortschritts und zivilisatorischer Errungenschaften. Warum wohl kommen diese Leute nach Europa und insbesondere nach Deutschland - doch nicht wegen des Klimas. Und dass sie überhaupt kommen, hat auch bestenfalls nur am Rande mit kolonialistischen oder impe-rialistischen Folgeschäden zu tun, denn mittlerweile sind fast 100 Jahre ins Land gegangen und diese Völker hatten genügend Zeit, sich zu besinnen und auf die eigenen Füße zu stellen. Dies hätte allerdings auch bedeutet, sich u.a. von unsinnigen Traditionen, Religionen und geliebten Gewohnheiten loszusagen und der Vernunft den Vorzug zu geben. Auch wir Deutsche waren 1945 am Boden und können uns nicht auf einen verlorenen Krieg und seine Folgeschäden berufen. Ähnlich ging es den meisten europäischen Staaten und Völkern.

Genau aus diesen Gründen ist es ebenso wenig Zufall, dass Jahrzehnte lange Unterstützung mit Milliar-denbeträgen im Sumpf korrupter Behörden und Politiker versickern, während anderswo damit segensreich gewirtschaftet wird. Dabei hat Korruption u.ä. bestenfalls vordergründig mit Armut zu tun - es gibt jede Menge Länder, die in Armut leben bzw. lebten (man denke an die europ. Gesellschaften unmittelbar nach dem Krieg), ohne Korruption zu entwickeln.

Entgegen der zeitgeistig verbrämten Meinung hat dies nicht in erster Linie mit Bildung und auch nur am Rand mit klimatischen Bedingungen zu tun, sondern mit epigenetischen und solchen von falscher Tradition und Religion, die, einmal verinnerlicht, u.a. zu mangelhaftem oder falschem Denken führen. Dies ist freilich nicht allein an ethnische Eigenarten gebunden, wie die zunehmende Degeneration der gesamten abendländischen Gesellschaft und Kultur heute zeigt.

Was die Nazis daraus machten, nämlich ein Herrenvolk, das andere Völker und Kulturen verfolgen und ausrotten müsse, um der eigenen Kultur zur Weltherrschaft zu verhelfen, das ist ohne Frage ver-dammungswürdig und kann als eigentlicher Rassismus bezeichnet werden. Genau dieser Ursache-Wirkungs-Zusammenhang zwischen Minderwertigmachung des anderen zum eigenen Nutzen wird in der neueren Diskussion als Kernmerkmal von Rassismus vorgeschlagen: «Der Rassismus ist die verallgemeinerte und verabsolutierte Wertung tatsächlicher oder fiktiver Unterschiede zum Nutzen des Anklägers und zum Schaden seines Opfers, mit der seine Privilegien oder seine Aggressionen gerechtfertigt werden sollen.» (Albert Memmi, Rassismus, Frankfurt a.M. 1987, S.164)

Aber dass es völlig neutral betrachtet unterschiedliche Grade oder Wertigkeiten von Kultur und deren Trägern gibt, ja offensichtlich geben muss, hat damit erst einmal nichts zu tun. Denn es gibt keinen Automatismus, nach dem die höher stehende Kultur die niederere diskriminieren, verfolgen oder gar auslöschen müsste. Dass die fortschrittlichere Zivilisation und Kultur sich u.U. mehr Rechte heraus-nimmt - beispielsweise in der Frage nach weltpolitischen Maximen oder nach einer verbindlichen Weltordnung etc. -, ist im Einzelfall zu hinterfragen, aber nicht grundsätzlich zu verneinen. Schon den alten Römern war klar, dass das, was Jupiter sich erlauben durfte, nicht für alle Lebewesen gelten würde. 

Aber selbst dieser Zusammenhang passt nicht mehr das heutige egalitäre Denken, nach dem alle und alles gleiche Rechte hätten, unabhängig der damit verbundenen Pflichten und sonstig notwendigen Voraussetzungen. Damit aber verweigert man sich der Einsicht, dass Rassenunterschiede ebenso wie soziale Unterschiede faktisch gegeben und nachweisbar sind und sich wie alle Unterschiede in unterschiedliche Grade von Wertigkeit, Fortschritt, Erkenntnis, Intelligenz, Bildung usw. einteilen lassen. Dass es ethnische Unterschiede gibt, das wussten schon die alten Römer und nicht zuletzt das Fiasko innerhalb der EU, das mit schöner Regelmäßigkeit Südeuropäer als Schuldnerländer ausmacht, zeigt mit großer Deutlichkeit dieser Unterschiede auf. Die EU-Länder haben nachweislich eine unterschied-liche Wirtschaftskraft, die neben klimatischen Bedingungen o.ä. auch daher rührt, dass Arbeitsmoral  und Arbeitsdisziplin (i.S.v. Verantwortungsbewusstsein, Zuverlässigkeit, Pünktlichkeit usw.), Organisa-tionstalent, Zielstrebigkeit usw. innerhalb der EU-Länder deutliche Differenzen aufweist. Das hat sicherlich nicht ausschließlich mit faul oder fleißig zu tun, sondern mit kulturell unterschiedlichen Weltbildern, Weltwahrnehmungen und Lebensphilosophien, aus denen sich unterschiedliche Einschä-tzungen darüber ergeben, was wann wem wichtig ist und was nicht. Dies ist einer der Hauptgründe, warum es niemals eine funktionierende "Europäische Republik" im Sinne eine großen Nationalstaates geben kann - die teilweise extrem unterschiedlichen nationalen Kulturen und zivilisatorischen Entwick-lungen, die sich über Jahrhunderte hinweg ausgebildet haben und insofern ja eine Ursache haben, ließen sich wenn überhaupt nur mit Gewalt zusammenbringen. Wohin das führt, hat uns die Donau-monarchie gezeigt.

Dies bedeutet im Umkehrschluss aber auch, dass man nicht einen Grad an Wohlstand einfordern kann, wenn man dazu nicht entsprechende Vorleistungen zu bringen bereit ist. Rechte und Pflichten ebenso wie Leistungen und Besitz müssen in einem ausgewogenen Verhältnis zueinander stehen. Das ist im Grunde so banal wie die Tatsache, dass wo z.B. Wälder für Feuerholz gerodet werden, diese auch wieder aufgeforstet werden müssen. Alte Traditionen müssen im Lichte neuer Erkenntnisse abgelegt werden, da sonst der Wirkungsstrom derart fataler Ursachen nicht aufhören kann usw.. Gerade gegen diese Binsenweisheit aber wird tagtäglich sowohl in Brüssel als auch in den nationalen Parlamenten ebenso wie in den Medien verstoßen. Viel lieber und schneller brandmarkt man im Rundumschlag all jene als Nazis oder rechten Pöbel, welche sich den Hinweis auf diese offenkundigen Unterschiede unter den Völkern und Rassen nicht verbieten zu lassen gewillt sind, als dass man sich neutrale wissenschaftliche und meist auch ganz offenkundige Fakten zunutze macht, um besser in der Lage zu sein, die richtigen Entscheidungen zu treffen, beispielsweise in der Hilfe und Unterstützung für Drittweltländer, die sich dann aber auch an die damit verknüpften Bedingungen halten müssen.

Aber selbst offenkundigste Beweise ficht dieses Gutmenschen-Geschwerl nicht an. Lieber verschwen-den sie Jahr für Jahr weiter gutes Geld in sinnlose Projekte, im Glauben, irgendwann würden die betreffenden Völker davon vielleicht doch profitieren. Und so fließen seit mehr als einem halben Jahrhundert jedes Jahr Milliarden an Spendengeldern in alle Welt und niemand will wahrhaben, dass man das meiste dieser Gelder genauso gut aus dem Fenster von Flugzeugen werfen könnte - der Effekt wäre derselbe. Aber ich höre schon den Aufschrei des akademisch-großbürgerlich-städtischen Gutmenschentums, das in seinem völlig unrealistischen Menschenbild einfach nicht wahrhaben will, was gegen die von ihm geschaffene zeitgeistige Etikette und die von ihm oktroyierte Gleichheits-therapie verstößt.

Der große Historiker und Harvard-Professor, Niall Ferguson, spricht in seinem Interview mit der NZZ zurecht von einer linken Eroberungen des akademischen Berufsstandes. Jene, die ständig von Inklusion sprechen, Andersdenkende aber konsequent exkludieren. Dessen Vertreter sehen den Konservati-vismus als Vorstufe des Nationalsozialismus, der seinerseits nichts mit dem Sozialismus zu tun hat, den er dennoch im Namen trägt – wer also als Rechter auf die schiefe Bahn gerät, endet zuletzt als Nazi. Das sind Glaubenssätze, die bis heute gelten. Wer – wie Hannah Arendt in ihrem Buch über die Ursprünge totalitärer Herrschaft – auf strukturelle Parallelen der beiden Totalitarismen hinwies, wurde fortan nicht mehr gehört oder schlechtgemacht. Damit war der moralische Sieg der Sozialisten und Sozialdemokraten über die Liberalen und Konservativen besiegelt. (vgl. auch sein großes Werk: "Der Westen und der Rest der Welt: Die Geschichte vom Wettstreit der Kulturen")

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* Dies sage ich trotz meiner Sympathien für die Politik von Sahra Wagenknecht ...

 


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Problematik von Demokratie (03.03.2019)
Demokratie scheint die Lösung für alle gesellschaftlichen Probleme zu sein. Dabei kann Demokratie das Problem selber sein. Dies wird zunehmend deutlicher in Zeichen globalisierter Verwerfungen.
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Die inhärente Gier des Kapitalismus (25. 09. 2016)
Kapitalismus, egal in welcher Form oder Ausprägung, ist eine Wirtschaftsideologie, die sich Wohlstand für alle auf die Fahnen geschrieben hatte, aber deren inhärentes systemisches Programm auf die Monopolisierung von Macht und Kapital ausgelegt ist.
Die inhärente Gier des Kapitalismus.pdf
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Quo Vadis Europa?  (Sept. 2016)

 

Europa ist an einem Scheideweg angelangt: Entweder es ruft sich die Fehler der Vergangenheit ganz bewusst ins Gedächtnis, all die vielen schrecklichen Erfah-rungen seiner langen Geschichte, in der es immer wieder in die alten patriarchalisch-nationalen Denk-muster zurückfiel, in denen gemachte Erfahrungen und gewonnene Erkenntnisse allzu leicht und am Ende viel zu schnell für das Linsengericht nationaler Interes-sen und personaler Kurzsichtigkeiten verkauft worden waren, oder seine geschichtliche Ignoranz und geistige Verweigerungshaltung wird Europa und mit ihm vielleicht die ganze Welt ein weiteres Mal an den Rand eines schrecklichen Abgrunds treiben, in welchem alle guten Vorsätze verschlungen und mit dem Leben und Leid unzähliger Menschen bezahlt werden.

Dabei ist der Rechtspopulismus, auf den der in der Überschrift verlinkte Artikel mit Recht hinweist, nicht das eigentliche Problem - die Ursachen, die dazu geführt haben, liegen ganz woanders. Und sie liegen vor allem dort, wo sie im Grunde uns alle angehen. Denn auch unser Schweigen oder unterlassenes Handeln zu Unrecht und Ausbeutung usw. setzt Maßstäbe für die Zukunft der Ausgebeuteten und Entrechteten. Allein das Armuts- und damit Zufriedenheitsgefälle innerhalb der Europäischen Union spricht Bände. Und so hat auch der Rechtspopulismus von heute wie jener in vergangenen Zeiten seine spezifischen Ursachen - er kommt heute so wenig aus dem Blau des Himmels wie vor 80 oder vor 100 Jahren. Fremdenfeindlichkeit – oder genauer "die uns angeborene Skepsis gegenüber allem Fremden und Ungewohnten" – ebenso wie die damit verbundene Identitäts-suche und das dazugehörige Bewusstsein ist eine evolutionäre Eigenschaft, die der Spezies Mensch das Überleben sichern half in Zeiten, in denen das Humanum und die anderen Erkenntnisse von heute noch nicht gegeben waren. In einer geschichtlichen Epoche, in der dieses Skepsis-Gen jedoch eigentlich der Vergangenheit angehören sollte, in der der Mensch dank seines spirituell-geistigen Fortschritts seine evolutionären Triebstrukturen eigentlich längst überwunden haben sollte, stellen sich zuerst einmal grundsätzliche Fragen, warum sich so viele Menschen immer noch so stark von ihnen steuern lassen ...

Dies wirft tiefer gehende Fragen auf:

Könnte es sein, dass eine nicht geringe Minderheit, vielleicht sogar schon eine Mehrheit, unter einem wirtschaftlichen wie gesellschaftlichen Unrechtsvirus leidet und dank der Ursachen wie der Folgen einer fortschreitenden Globalisierung immer mehr merkt, dass jene, die dieses Virus mit zu verantworten haben, das allerwenigste dazu beitragen, damit es verschwindet?

Könnte es sein, dass Menschen, die gerade aus Unrechtssystemen entkommen waren, endlich einmal ihr Leben in Ruhe und Frieden genießen und am jahrelang neidisch betrachteten Wohlstand der Nachbarn partizipieren wollen und das heutige Unrecht am Anderen deswegen geflissentlich übersehen?

Könnte es sein, dass für die meisten Menschen die Komplexität der Welt und des Lebens so groß und eventuelle Lösungswege so undurchschaubar geworden sind, dass sie das Vertrauen in mögliche Lösungen, geschweige denn in die Kaste jener, die diese zu verwirklichen hätten, gänzlich verloren haben und nun zunehmend nach eigenen Regeln leben und das größte (und vielleicht letzte ...) Stück Kuchen für sich ergattern wollen?

Und könnte es schlussendlich sein, dass Kirchen und Staat, die klerikale wie die säkulare Führung, im Grunde versagt haben in der Frage, wie ein christliches und damit solidarisches, gerechtes und verantwortungsbewusstes Leben gegenüber dem Mitmenschen und der ganzen Schöpfung zu verwirklichen gewesen wäre?

All diese Fragen sollten vorab einer gerechten Beantwortung zugeführt werden und ein entsprechen-des Umdenken vor allem auf allen politischen Ebenen hervorrufen, lange bevor darüber nachgedacht werden kann, wie der Rechtspopulismus und damit die Gefahr erneuter nationaler Egoismen in den Griff zu bekommen seien. Ansonsten werden die Rechtspopulisten das übernehmen, wozu die breite Masse des Volkes zu bequem oder zu wenig couragiert war, nämlich im Notfall auch einmal mit Gewalt Recht und Gerechtigkeit einzufordern, auch wenn deren Gerechtigkeit dann höchstwahrscheinlich schreiendes Unrecht nach sich ziehen dürfte ...


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TIPP - der schleichende Tod der alten und der neuen europäischen Demokratien um der Weltherrschaft Amerikas willen (16.07.2015)
Amerika hat sich aufgemacht, die Welt nicht nur militärisch, sondern auch wirtschaftlich und gesellschaftlich zu erobern. Seine Kultur, sein (Anti-)Demokratieverständnis, seine Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung sollen weltweit Verbreitung finden - nicht weil sie besser wären als die anderen Ordnungssysteme und Kulturen, sondern weil sie dem Finanz- und Kapitalliberalismus und mit ihnen dem Raubtierkapitalismus der Amerikaner - zulasten aller Zweit- und Drittweltländer - am meisten Profit bringen.
Das muss mit allen Mitteln verhindert werden.
TTIP - der schleichende Tod der europäis
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Die Todsünden der Schulmedizin (20.07.2014)
Der Artikel fasst zusammen, warum es in unserem Gesundheitssystem krank und warem weder die Politik noch das Gesundheitswesen dies je ändern wird.
Die erwiesenen Todsünden der Schulmedizi
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03.07.2014

Moderner Journalismus – Handlanger der Wirtschafts-, Finanz- und Polit-Eliten

 

Jüngst aufgelegte Bücher – Meinungsmacht (Uwe Krüger), Meinungsmache (Albrecht Müller), Meinung, Macht und Medien (Eva Herman) usw. – zeigen den Trend auf: Der deutsche Journalismus ist williges Werkzeug von Machteliten geworden, denen die Bedürfnisse des Volkes am Arsch vorbeigehen. Sie bewegen sich in Absprachekartellen, sog. ‚Qualitätszirkeln‘ wie Dressler-Kreis, Provinzkreis, Wohn-zimmerkreis, Enklave, Ruderclub, Vier-Sterne-Kreis usw., alles Elitenlobbys, welche Reichtum und Macht unter sich aufteilen. Wer nicht mitmacht oder anderweitig nicht in diesen Kreisen verkehrt, kann seinen Nachrichtenkanal dichtmachen – er wird im wahrsten Wortsinn ‚hinausgemobbt‘.

Die Rezension von Uwe Krügers Buch 'Meinungsmacht' gibt eine Antwort auf die Frage, „wie Meinungsbildungsprozesse in der journalistischen Elite ablaufen“, schreibt der Kommunikations- wissenschaftler Professor Michael Haller im Vorwort. Das Werk will „Gründe und Umstände aufzeigen, warum Medien ihre Reichweiten und ihre Geltung verlieren, warum Desinformation zunimmt und warum Verständigungsprozesse abbrechen“. Es beruhe auf der Annahme, dass eine „konsensuell geeinte Elite“ in wichtigen Fragen „gegen die Interessen eines Großteils der Bevölkerung regieren kann und dass journalistische Eliten zu stark in das Elitenmilieu eingebunden sein könnten, um noch als Anwälte des öffentlichen Interesses kritisch-kontrollierend zu wirken“. Die Studie weise nach, „wie sich Journalisten in die Elitenzirkel haben einbinden lassen“. Heraus kam eine Netzwerk-Analyse, die sich gewaschen hat - ein Blick hinter die Kulissen der Meinungsküchen, der einem die Augen übergehen lässt.« Gerhard Wisnewski 


Artikel zur Medizinproblematik unseres westlichen Gesundheitssystems

update 21. 09. 2015

 

Massenmord an nicht informierten Menschen durch Zytostatika

 

AIDS = HIV-infiziert ...?
Zwangsimpfungen - Wirtschaftshilfe für die Pharmaindustrie

 

Unser Gesundheitssystem in den Händen einer völlig korrupten und profitgierigen Medizin- und Pharmaindustrie ..., der Agenten und Lobbyisten in allen politischen Ämtern sitzen und die nationalen Parlamente ebenso kontrollieren wie den Europarat.


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Lobbyistendiktatur statt Demokratie (aktualisiert am 10.11.2013)
Die Bundestagswahlen sind vorbei und viele glauben, dem Wählerwillen wäre Gerechtigkeit widerfahren. Dabei lässt die fehlende politische Alternative jeden Wählerwillen zur Farce werden.
Polit und Wirtschaftsdiktatur statt Demo
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(22.10.2013)  

Die kirchlichen Antireformkräfte formieren sich

 

Im Staat wie in der Kirche das gleiche Bild:

 

Die Pfründeverwahrer und andere konservativen Traditionalisten stehen bereits Gewehr bei Fuß, um die nur angedeuteten und doch längst überfälligen Reformen von Papst Franziskus bereits im Keim zu ersticken.

 

Leider hat dieses Phänomen nicht nur eine lange Tradition, sondern auch einen heilig langen Arm:

 

Apologetischer Kampf gegen die Moderne


 

26.03. 2014 (wird regelmäßig durch Links aktualisiert)

Die Wirtschaftsdiktatur der kapitalistischen Demokratien

 

Wir sind in der Hand von Wirtschafts- und Politprofiteuren. Dies betrifft nicht nur unsere Nahrungsmittel oder unsere Abgaben - mithin Teile unserer Grundrechte -, sondern die Globalität unserer gesamten Schöpfung. Täglich werden die Medien mit bewusst getürkten Falsch- informationen gefüttert, weil für die Gier der Profiteure nicht sein kann, was nicht sein darf.

Wie weit die schmierigen vetternwirtschaftlichen Beziehungen und die Seilschaften des Kapitals verstrickt sind mit unser aller Wohl oder Wehe, zeigen nachfolgende aufgelistete und ständig erweiterte Artikel. Sie decken auf, was wir nicht einmal ahnungsweise für möglich hielten und was den Grad an destruktiver und verabscheuungswürdiger Kriminalität und Menschenfeindlichkeit weit über das stellt, was Kinderschänder und Kriegsverbrecher jemals begehen können. Nachfolgende Artikel zeigen keinesfalls umfassend und vollständig das Ausmaß der barbarischen Abartigkeit und scheinheiligen Heuchelei auf, welches in Wirtschaft, Politik und der Medienwelt zum Alltag gehört. Siehe dazu auch mein Buch "Gottes- oder Menschenwahn".

In der Tat: Der Gang zur Wahlurne und das Abnicken von polit. Entscheidungen hat mit Demokratie überhaupt nichts mehr zu tun. Im Grunde geht es, nicht zuletzt aufgrund des anti-demokratischen polit. Lobbyistensystems, nun darum, Sabotage zu betreiben an allen möglichen Fronten - ansonsten ist es um unsere Demokratie (die ohnehin schon keine mehr ist) geschehen. Gerade wir obrigkeits-hörigen Deutschen müssen endlich aus der Geschichte lernen und uns mit allen - notfalls auch gewaltsamen - Mitteln gegen politische Elemente zur Wehr setzen, die uns nur einschläfern wollen, um hinterher umso besser ihr Schäfchen ins Trockene zu bringen. Es ist mittlerweile längst die Wahl zwischen Demokratie und Kapitalismus - beides zusammen geht nicht!

 


Ehe und Familie vor dem Ausverkauf  (aktualisiert am 12.09.13)

 

Die gegenwärtige Diskussion um die traditionelle Ehe hat mittlerweile Formen angenommen, die an zeitgeistig-emotionalen Bullshit erinnern. Die Leidtragenden sind die Kinder, denn an diesen und deren Leben vergreifen sich die familiären Modemacher.

 

Sie wollen aus ideologischen Gründen nicht kapieren, dass "die Maßeinheit für Kinderarmut nicht Geld ist, sondern die Abwesenheit von Bindung, Verlässlichkeit, Aufsicht und emotionaler Unterstützung" wie dies in einer gesunden ehelichen Famile der Fall ist, wo Mann und Frau ihrem Wesen und ihren Fähigkeiten gemäß, das Wohl der Kinder aus beidgeschlechtlicher Sicht im Auge haben. Nicht zufällig hat ein weiser Schöpfer seine Schöpfung mit männlichen und weiblichen Gaben und Fähigkeiten ausgestattet.

 

Die familiären Trendsetter wollen nicht wahrhaben, dass nur eine gesunde und auf gegenseitiger Wertschätzung basierende Ehe von Mann und Frau jene Nestwärme vermitteln kann, die allein ein kleines Lebewesen mit dem versorgen kann, was nicht nur der Leib, sondern auch Seele und Geist benötigen. Nicht Lebensabschnittsgemein-schaften, sondern eheliche Treue - auch und gerade in schwierigen Zeiten - ist Beispiel und Impulsgeber für Selbstverantwortung und Solidarität bei den Kindern.

 

Das verhalten der Kinder spiegelt in einem nicht geringen Maß das Verhalten der Eltern im familiären Miteinander. Gegenseitiger Respekt, Wertschätzung und Verantwortung für das Ganze können nur über diesen Weg von Kindern erlernt und stabilisiert werden. Gleichzeitig wird damit das Selbstbewusstsein der Kinder gefestigt und die Fähigkeit zu Empathie und altruistischer Nächstenliebe gefördert.

 

Im gegenteiligen Fall werden aber auch häusliche Egoismen gelernt und im Habitus der Kinder ebenso fraglos übernommen. Die Bildungsszene im heutigen Deutschland wie auch weithin im kapitalistischen Westen geben ein beredtes Zeugnis davon, wie eheliche Probleme letztlich zu sozialen Problemen werden und von da wieder rückwirkend auf die Familie zurückschlagen. Damit ist der Teufelskreis in Gang gesetzt, in der jeder den anderen beschuldigt, weil im Grunde genommen die eigentliche Ursache gar nicht mehr erkannt wird.

 

(to be continued) 


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Antibiotikaresistiente Bakterienstämme übernehmen die Herrschaft (30.06.13)
Grossbritanniens oberste Gesundheitsbeamtin warnte in ihrem ersten jährlichen Bericht zum Kampf gegen die sich ausweitende Resistenz gegen Antibiotika davor, dass dies im Laufe der nächsten 20 Jahre mehrere Millionen Todesopfer fordern könne - sogar nach nur kleineren chirurgischen Eingriffen.
Antibiotika-wirken-nicht-mehr-ia_01.pdf
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Wahlverdrossenheit (26.06.13)
Hauptursachen der Wahrverdrossenheit, die sich seit 40 Jahren verdreifacht hat.
2013-06-25_Ursachen_der_Wahlverdrossenhe
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Hintergrundmaterial zur angeblichen Griechenlandrettung (25.06.13)
Über 200 Mrd. Euro wurden seit 2010 aufgewendet, um das bankrotte Griechenland zu retten und den betroffenen Menschen zu helfen - so dachte man. Das meiste der Gelder floss jedoch in die Bankenrettung, die ohnehin den reichen Millardären gehört.
hintergrundmaterial_bailout_deutsch.pdf
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Nach der Strom- nun eine kapitalistische Wasser-Diktatur? (27.01.2013)
Das Wasser in unseren Wasserhähnen könnte schon bald in die Hände von einigen riesigen Unternehmen gelangen, die aus jedem Tropfen Profit schlagen wollen. Die EU versucht derzeit, eine Maßnahme einzuführen, die es Unternehmen ermöglichen würde, saftige Verträge an sich zu reißen, die Preise in die Höhe zu treiben und der Umwelt zu schaden.

Nur gemeinsam können wir die Politik dazu bringen, dass nicht Wirtschafts- interessen über das Interesse der Öffentlichkeit gestellt werden und Wasser, unsere wichtigste Lebensgrundlage, für uns alle sicher bleibt. Als Gemeingut kann und darf es nicht nach kapital- und privatwirtschaftlichen Wettbewerbs- bedingungen und Monopolisierungsinteressen verhökert werden. Was dabei passiert, sehen wir bei den Stromanbietern seit einigen Jahren.

Internetkampagnen auf:
http://www.avaaz.org/de/unser_wasser_is_unverkauflichs/?bJeAodb&v=21259
http://www.right2water.eu/de

Aufsatz aus: "Gottes- und Menschenwahn" (siehe Buchveröffentlichungen).
Gemeinwohl.pdf
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Moderne Missverständnisse hinsichtlich demokratischer Möglichkeiten und Strukturen (10.01.13)
Schwächen der demokratischen Strukturen am Beispiel der Neujahrsumfrage der internationalen Kampagnenplattform AVAAZ (16 Mio Mitglieder, Tendenz stark steigend) für die Prioritätensetzung des Jahres 2013
Die Gefahren zeitgeistiger Demokratiever
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Politischer Mailwechsel zum Beschneidungsgesetz (09.01.2013)
Hier geht es um einen Mailwechsel mit einigen für unsere Region zuständigen Politikern zur Frage des Beschneidungsgesetzes und seinen grundsätzlichen Implikationen.
Aus diesem Grund wird dieser Mailwechsel weiter ausgebaut werden.
Mailwechsel zum Beschneidungsgesetz.pdf
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Aktualisierung vom 08.07.13

Wie gefährlich Beschneidungen sein können, zeigen diese Nachrichten.

Das Problem ist nun: Wenn wir Beschneidungen in Deutschland zulassen, gibt es für solche Länder keinen vernünftigen Grund, Beschneidungen zu verbieten.

 

 

20.07.2012

Vom Unsinn eines religiösen Traditionsabsolutismus 

 

Die öffentliche Debatte in der Frage der Überordnung religiöser Traditionen über Vernunft und Erkenntnis am Beispiel der Rechtmäßigkeit religiöser Beschneidung von Kindern zeigt beispielhaft, warum sich Befürworter wie Gegner einer im Grund genommen rechts- wie vernunftfreien religiösen Tradition – die hier kommentierten Verfasser sind Johannes Röser, Robert Spaemann, R. D. Herzberg,  Heribert Prandl, H.M. Heinig  letztlich auf sehr dünnem Eis bewegen: Traditionen, wie religiös sie auch immer verbrämt sein mögen, haben weder um ihrer Tradition noch um irgendwelcher angeblicher göttlichen Offenbarungen oder anderweitig begründeter Heilsmystifi-kationen willen das Recht auf eine – leider von vielen Teilnehmern der Beschneidungsdiskussion geforderte – Verabsolutierung religiöser Werte und Glaubensformeln. So wenig das Recht auf Meinungsfreiheit verabsolutiert werden kann dergestalt, dass nun jeder über jeden verbal herfallen könnte, so wenig kann hier das Recht auf Religionsfreiheit oder religiöse Autorität in Glaubensangelegenheit darauf pochen, religiöse Traditionen außerhalb jeglicher Vernunft oder außerhalb jeder nichtreligiöser Rechtsauffassungen zu stellen bzw. gegen epistemologisch nachweisbaren Erkenntnis- fortschritt zu immunisieren.

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17.04.12 (update) 

Wettbewerb – die widernatürliche Selbstzerfleischung des Menschen

 

Nicht erst seit den Bestsellern des Evolutionsmediziners Joachim Bauer „Prinzip Menschlichkeit: Warum wir von Natur aus kooperieren“ und „Das kooperative Gen: Evolution als kreativer Prozess“ deutet eine ganze Menge darauf hin, dass der Darwinismus des ‚survival of the fittest’ – der in zahllosen (Fehl-)Übersetzungen die Vorstellungen der Naturwissenschaftler des 20. Jhrts. prägte – nur unter ganz bestimmten Randbedingungen zutrifft. Jüngste Forschungen haben ergeben, dass die entscheidene Voraussetzung des ‚survival of the fittest‘ der Konkurrenzdruck sein dürfte. So wurde beispielsweise bei Bonobos-Affen mittlerweile nachgewiesen, dass der mangelnde Konkurrenzdruck durch die Abwanderung der unmittelbaren Nahrungskonkurrenten dazu führte, dass diese Affen ihr Aggression fast völlig verloren. Im Gegensatz zu ihren nächsten Verwandten, den Schimpansen, sind Bonobos extrem friedlich. Die Männchen kämpfen fast nie um eine Vormachtstellung und bitten ihre Weibchen sogar um Erlaubnis beim recht häufigen Sex. Aggression ist quasi tabu unter den Mitgliedern einer Gruppe. Sie ist, so der Biologe Brian Hare von der Duke-University, ein viel zu kostspieliges Verhalten, da unter solchen Bedingungen die natürliche Auslese nicht kämpferische Eigenschaften, sondern friedliche Charaktermerkmale erzeuge. Er vermutet, dass einige wilde Tierarten im Umkreis menschlicher Siedlungen mittlerweile von alleine eine friedliche Seite ausbilden. Denn das erhöht ihre Chancen, in der Nachbarschaft des Menschen zu überleben – wie einst auch beim Wolf (GEO 04/2012, S. 150).

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Auf leisen Sohlen ins Gehirn (April 2012)
Briefliche Rezension eines grundsätzlich gelungenen Buches
Wehlingbrief.pdf
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25.01.12

Studie belegt: 95 Prozent aller Menschen sind Herdentiere
Mike Bundrant

Ein Forschungsprojekt von Wissenschaftlern der Universität Leeds bestätigt, dass tatsächlich bei vielen Menschen die Tendenz besteht, sich wie Schafe zu verhalten, das heißt unabsichtlich der Menge zu folgen, gerade so, als könnten sie nicht für sich selbst denken. Natürlich kann diese Tendenz in bestimmten Situationen auch nützlich sein – beispielsweise bei der Planung der Fußgängerströme an verkehrsreichen Orten –, viel Hoffnung für die Menschheit erweckt sie jedoch nicht gerade.

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16.01.12

Der Irrtum von der Unvereinbarkeit von Religion und Politik

 

Auf dem Neujahrsempfang des Bistums Essen bestand Bundestagspräsident Lammert darauf, dass Religion und Politik im Grund unvereinbare Weltanschauungen bedienten, da, so Lammert, der  prinzipielle Unterschied darin bestünde, dass Politik von Interessen handle während es bei der Religion um Wahrheiten ginge. Und weil Wahrheiten letztlich nicht abstimmungsfähig und umgekehrt Interessen nicht wahrheitsfähig wären, warnte Lammert davor, religiöse Überzeugungen zu politisieren.

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11.01.2012

Wann hört die unselige mediale Hetzkampagne endlich auf?

 

Ob Jürgen Möllemann, Eva Herman, Jörg Kachelmann, Thilo Sarrazin, Bundespräsident Köhler usw., usw. oder nun Christian Wulff - sie haben alle eins gemein: Ihr Öffentlichkeitsstatus bringt durch eine solche Hetzjagd Auflage und Quote und um alleine das geht es den Medien in raubtierkapitalistischen Landen noch.

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29.10.2011

Die Vize-Parteischefin der Linken über das neue Grundsatzprogramm der Partei

 

Frau Wagenknecht, die Linke ist laut ihrem neuen Programm antikapitalistisch, antimilitaristisch und antineoliberal. Sind sie eine Anti-Partei?
Wir wissen, wogegen wir sind, zum Beispiel gegen Kriegseinsätze. Aber wir sagen auch, wofür wir eintreten, etwa für ein ziviles Willy-Brandt-Corps als Hilfswerk, das aufbaut, nicht zerstört. Und wir sagen nicht nur, dass wir den Kapitalismus überwinden wollen, sondern wir sagen auch, was wir stattdessen anstreben - nämlich eine Gesellschaft, in der diejenigen, die alles erarbeiten, auch davon profitieren und über die Verwendung der Erlöse entscheiden. Deshalb wollen wir eine Wirtschaft, die in Kernbereichen auf öffentlichem und Belegschafts-Eigentum beruht, statt auf kapitalistischem.

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Grundsatzkommentar von Rudolf Stiegelmeyr:

 

In Fragen der Entlohnungsgerechtigkeit 

 

An der Lösung der von Frau Wagenknecht aufgeworfenen Problematik der gerechten Entlohnung scheiden sich die Geister. Dabei spiegeln die grundsätzlichen Positionen vom Prinzip her ebenfalls wieder nur die jeweiligen Welt-, Gottes- und damit letztlich auch Menschenbilder der jeweiligen Interessenvertreter. Geht es ihnen um die mittlerweile völlig entchristlichte Egokultur einer einem tödlichen Wettbewerb verfallenen Ellenbogengesellschaft, nach der jeder sich selbst der nächste ist, oder geht es um eine christliche Liebes- und Lebensgemeinschaft, nach der wir Menschen alle im selben Boot des Lebens und Überlebens sitzen und entweder gemeinsam gewinnen oder alle verlieren?

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29.09.2011
"Sie verpulvern  das Steuergeld von Millionen Menschen!"


Erklärung von Sahra Wagenknecht zur Abstimmung des Bundestags am 29.09.2011 über eine Erweiterung des Euro-Rettungsschirms

 

Werte Kolleginnen und Kollegen! Ich muss schon sagen: Ich habe selten eine Parlaments- debatte im Deutschen Bundestag erlebt, in der so viel und so schamlos geheuchelt und gelogen wurde wie in der heutigen Debatte.

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Grundsatzkommentar von Rudolf Stiegelmeyr:

 

Die globalen Konsequenzen der Geldveränderung für einen weltweiten Wirtschafts-kreislauf 

Staaten müssen mit den ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln genauso haushalten, wie Privatpersonen dies auch tun müssen - darüber bestehen weder Diskussionsbedarf noch Zweifel. Und dass im einen oder anderen Fall die Hausaufgaben nicht gemacht wurden, ist ebenso offenkundig. Worüber indes sehr wohl Zweifel angemeldet werden wollen, sind die Mittel, die den Staaten zur Verfügung gestellt werden, nicht zuletzt, um sich - durchaus auch von selbst verschuldeten wirtschaft-lichen Dilemmata - zu befreien. Dabei geht es nur zum einen Teil um die Frage der Schaffenskraft und Arbeitswilligkeit von Menschen, gemeinhin katalogisiert unter den althergebrachten Bewertungspolen von fleißig und faul. Zu einem nicht unerheblichen anderen Teil geht es um die Fairness einer gerechten Bewertung, welche im Falle von Schuldnerländern nicht nur auf das Ausmaß der Schulden, sondern mindestens ebenso dringlich auf die Rückzahlungsmodalitäten zu achten hätte. Genau damit aber hapert es bei internationalen Ratingagenturen ganz gewaltig. Ihnen sind offensichtlich nur finanzmathematische Mittel bekannt, mit denen sie ihre Bewertungskataloge erstellen. Diese Vorgeh-ensweise ist etwa so, als müsste ein schwer kranker Patient, der mittelfristig nicht in der Lage ist zu arbeiten, seine Behandlungskosten selber zahlen. Hinter solchen Maßnahmen stehen nicht nur unmenschliche Denkstrukturen, sondern irrtümliche Vorstellungen von jenem Medium, mit dem Schulden normalerweise beglichen werden. Aber beginnen wir von vorne.

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Offener Brief an Frau Bundestagsabgeordnete Sahra Wagenknecht (Jan. 2011)
Ursachenanalyse der politischen Schieflage unserer (schein)demokratischen Parteiensysteme
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Thema: Christentum und 'demokratischer'  Militarismus

Morbus Interventionismus

 

Die frühere Bischöfin und Vorsitzende des Rates der Evangelischen Kirche Margot Käßmann hat auf dem evangelischen Kirchentag erneut das deutsche militärische Engagement in Afghanistan kritisiert. «Es gibt keinen gerechten Krieg. Es gibt nur einen gerechten Frieden. Und dieser erfordert Kreativität, Zeit, Engagement und Geld!« - Nicht zuletzt aus diesem Grund sind Gebetsanliegen vielleicht gut gemeint, aber ungefähr so gerechtfertigt und wirkungsvoll wie jene eines Alkoholikers, der vor jeder weiteren Flasche Gott um Schutz, Gesundheit und gutes Verkraften bittet.

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Webkommentare und Rezensionen